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Niederlande: Millionenschäden durch Schnee

Auch in den Niederlanden setzt der Winter der Gartenbaubranche zu. Der entstandene Schaden durch Schneedruck beläuft sich nach Angaben der Interpolis Versicherung bislang auf eine Summe von insgesamt sechs bis sieben Millionen Euro, die sich in der Hauptsache auf den Norden (zwei Millionen Euro) und den Westen (fünf Millionen Euro) des Landes verteilen, wo sich am meisten Glashäuser befinden. Wieviel Fläche und welche Kulturen betroffen sind, dazu könnten keine Angaben gemacht werde.

Am 4. Januar erwischte es nach Angaben des niederländischen Vakblad voor de Bloemisterij Robert van Veen in Erica in der Nähe von Emmen. Rund ein halber Hektar seiner Gewächshausfläche konnte den Schneemassen nicht mehr standhalten und brach zusammen, wird berichtet. Van Veen produziert auf 1,2 Hektar Schnitthortensien und auf 0,8 Hektar Sonnenblumen. 2006 kaufte er die Gewächshausanlage, die in vier Abteilungen gebaut wurde. Die älteste, ohnehin schon leicht angeschlagen, habe es jetzt getroffen, so berichtet er im Vakblad. Er hatte damit gerechnet, noch zwei weitere Jahre in diesem Gewächshausbereich kultivieren zu können. Mit diesen Schneemengen hatte er natürlich nicht gerechnet. Versichert ist die Anlage nicht. Möglichst kostensparend zu produzieren ist sein Motto, daher auch die ungeheizten Kulturen Schnitthortensien und Sonnenblumen. In der eingestürzten Abteilung stand keine Kultur, es war der Boden vorbereitet für einen Teil der Sonnenblumen-Aussaaten im Frühling. Das hält den Schaden in Grenzen, meint van Veen und will größtenteils selber aufräumen und wieder aufbauen, als Containerfläche oder mit Foliengewächshäusern.