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Nordrhein-Westfalen: GaLaBauer dürfen Dichtheit prüfen

Landschaftsgärtner dürfen Dichtheitsprüfungen durchführen, auch wenn der Bereich des GaLaBaues in der aktuellen „Selbstüberwachungsverordnung Abwasser“ Nordrhein-Westfalens in den „Anforderungen an Sachkundige“ nicht aufgeführt ist. 

Auch Landschaftsgärtner dürfen Dichtheitsprüfungen durchführen. Foto: Pixelwolf2/Fotolia.com

Diese Klärung hat der Verband Garten, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) NRW nach eigenen Angaben in einem Meinungsaustausch mit dem Landesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz erreicht.

Laut Ministerium sei eine handwerkliche Grundqualifikation als berufliche Mindestanforderung erforderlich, um Dichtheitsprüfungen durchführen zu dürfen. Damit soll ein Mindeststandard auch in Hinblick auf die Bewertung von Schäden erreicht werden. Eine langjährige Erfahrung ohne handwerkliche Berufsausbildung werde allerdings den Anforderungen an die Sachkunde nicht gerecht.

„Da Garten- und Landschaftsbau-Fachunternehmen keine reinen Gärtnereien sind, sondern Mitglieder der Industrie- und Handelskammern, ist für die Anerkennung der Sachkunde von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die jeweilige IHK zuständig“, so Dr. Karl Schürmann, Geschäftsführer des VGL NRW. Seinen Worten zufolge hat sich das Ministerium mit Hilfe der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid davon überzeugt, dass die Ausbildungsverordnung zum Gärtner Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau auch die Ausführung von Be- und Entwässerungsmaßnahmen umfasst.

„Das Ministerium hat danach bestätigt, dass ausgebildete Landschaftsgärtner mit einer Berufserfahrung von zwei Jahren als sachkundig anerkannt werden können, wenn sie die zusätzlich erforderlichen Schulungen erhalten haben“, so Dr. Schürmann. Demnach ist es Fachkräften im GaLaBau auch künftig möglich, die Sachkunde zur Durchführung der Zustands- und Funktionsprüfung privater Abwasserleitungen zu erlangen. (ts/pcw)

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