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Nordrhein-Westfalen: Weihnachtsbäume im Wald von Umlage befreit

Das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium bereitet laut einer Meldung des landwirtschaftlichen Pressedienstes Agrar Europe die Änderung des Umlagegesetzes vor. Danach sollen die Forstbetriebe ab dem Jahr 2006 keine Umlage mehr zahlen. Die Befreiung der Waldbesitzer von der Kammerumlage erfolge im Zusammenhang mit der Gründung des Landesbetriebes Wald und Holz. Alle Forstbetriebe, also sowohl Mischbetrieb mit forstlichen und landwirtschaftlichen Flächen, als auch rein forstliche Betriebe, entrichteten in diesem Jahr letztmalig die Umlage. Das Gesetz sehe jedoch vor, den Betrieben den Umlageanteil, der die forstwirtschaftlich genutzte Fläche betreffe, in voller Höhe zurückzuerstatten. Ob auch Flächen mit Weihnachtsbäumen von der Umlage befreit werden, hängt aller Voraussicht davon ab, wo sich diese Flächen befinden. Außerhalb des Waldes gelten sie als landwirtschaftliche Nutzfläche und sind damit umlagepflichtig. Mit Weihnachtsbäumen bepflanzte Flächen innerhalb von Wäldern werden als Wald (gleich Forst) eingestuft. Die Zuständigkeit fiele dann an den Landesbetrieb Wald und Holz. Da ein Landesbetrieb keine Umlagen erheben kann, wären im Wald gelegene Weihnachtsbaumflächen umlagefrei. Eventuelle Abgrenzungsschwierigkeiten, die im Gesetz nicht entschieden werden, werden im Bedarfsfall wohl erst später auf dem Erlasswege geregelt, war aus der Landwirtschaftkammer Nordrhein-Westfalen zu hören.