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NRW: Grüne Verbände unter einem Dach

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Ein gemeinsamer Verbandssitz für alle Grünen Verbände in Nordrhein-Westfalen soll schon bald in Oberhausen entstehen. Sämtliche Geschäftsstellen, alle Tochtergesellschaften des Landesverbands, auch die beiden Baumschul-Landesverbände und der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW ziehen dort ein.

Nach 28 Jahren Tätigkeit im Verband – zunächst für das Rheinland, dann für Nordrhein-Westfalen – geht Verbandsdirektor Günter Bayer (r.) jetzt in den Ruhestand. Feierlich verabschiedet wurde er von rund 130 Delegierten und Gästen vergangene Woche in Bochum. Hier die Verbandsspitze mit Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf (2. v. l.), Verbandsdirektor Jürgen Winkelmann (l.) und der neuen Geschäftsführerin Christin Haack (3. v. l.). Foto: Gabriele Friedrich

Gemeinsamer Verbandssitz am OLGA-Park

Damit entsteht ein Kompetenzzentrum der Grünen Verbände in NRW, das alle Kräfte bündelt, sagte Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Gartenbau-Verbands NRW. Der hatte vergangene Woche in Bochum getagt. Die Delegierten hatten sich einstimmig für den Präsidiumsvorschlag ausgesprochen. Der neue Verbandssitz soll in Oberhausen am ehemaligen Landesgartenschau-Gelände OLGA-Park entstehen.

Die Investition erfolgt über die beiden Treuhandstellen für Dauergrabpflege Rheinland/Westfalen-Lippe, die auch beide in das Verbandshaus ziehen. Diese Bündelung sämtlicher Geschäftsstellen und die räumliche Verschmelzung verspreche viele Synergien für die Mitglieder, so Kähler-Theuerkauf. Interessenvertretung und Mitgliederbetreuung könnten noch intensiver wahrgenommen werden, sagte Kähler-Theuerkauf.

Erster Meilenstein für künftige Zusammenarbeit

Mit der Gründung der Landesvereinigung Grüne Verbände NRW mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW Anfang des Jahres sei bereits ein Meilenstein für die künftige Zusammenarbeit gelegt. Sie freue sich daher außerordentlich, dass der GaLaBau-Verband seinen bisherigen Sitz an den neuen Standort in Oberhausen verlegen wird.

Damit entstehe ein Kompetenzzentrum der Grünen Verbände in NRW – bundesweit einmalig – und es biete Raum für weitere zukunftsträchtige Ideen. Zu dem gemeinsam eingeschlagenen Weg zähle überdies, dass auch künftig die Baumschul-Landesverbände Mitglieder im Gartenbau-Verband bleiben.

Kähler-Theuerkauf will Präsidentin aller Fachrichtungen bleiben

Nach der Kündigung des Bunds deutscher Baumschulen beim Zentralverband Gartenbau zum Ende des Jahres wollen die Baumschul-Verbände Rheinland und Westfalen-Lippe ihre enge Bindung zum Landesverband Gartenbau beibehalten. Kähler-Theuerkauf betonte, sie wolle auch weiterhin Präsidentin aller Fachrichtungen sein und versprach den Baumschulen verlässliche Beratung, sichere Betreuung und gegenseitiges Vertrauen.

Der scheidende Verbandsdirektor Günter Bayer unterstrich die erfolgreiche, nun zweieinhalb Jahre zurückliegende Verschmelzung zum Landesverband NRW. Zum neuen Jahr stehe dann auch die Verschmelzung der jeweiligen Fördergesellschaften an. Man habe es gemeinsam geschafft, den größten und auch finanziell solidesten Gartenbau-Verband zu bilden.

„Meist ist doch das Verbindende größer als das Trennende“

Er sehe den Verband gut aufgestellt, auch mit der Gründung der Landesvereinigung Grüne Verbände beschreite man einen guten Weg. Gleichzeitig warnte er vor einer Erosion in der Verbändelandschaft. Auch leicht unterschiedliche Interessen müssten unter einem Dach vereinigt werden, auch Spannungen müsse man aushalten können: „Meist ist doch das Verbindende größer als das Trennende“, so Bayer.

Mehr zur Delegiertenversammlung des Landesverbands Gartenbau NRW und zur Verabschiedung von Verbandsdirektor Günter Bayer lesen Sie in der TASPO 50/2018.