Alle News

NRW setzt auf flexible Abstände der Bäume zur Straße

Der Empfehlung des Bundesverkehrsministers an die Bundesländer, die inzwischen überarbeiteten "Empfehlungen zum Schutz vor Unfällen mit Aufprall auf Bäume" (ESAB) anzuwenden, wird Nordrhein-Westfalen nicht folgen. Darauf hat der Präsident der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL), Prof. Albert Schmidt, in seinem Grußwort zur Wintertagung des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) in Goslar hingewiesen. Nach wie vor problematisch seien die empfohlenen Baumabstände von mindestens 4,5 Metern vom Straßenrand. In NRW habe man es nun geschafft, dass die für Straßenbäume und Alleen zuständigen Umwelt- und Verkehrsministerien die neue ESAB so nicht anwenden werden. Stattdessen sollen die Baumabstände bei Neu- und Nachpflanzungen an den betreffenden Straßen flexibel von den jeweiligen Umständen wie dem Unfallrisiko abhängig gemacht werden. Das Präsidium der FLL hat laut Prof. Schmidt jetzt beschlossen, nun alle obersten Straßenbaubehörden der Länder schriftlich zu bitten, dem Beispiel in NRW zu folgen.