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Obst & Gemüse: Rückstandshöchstgehalte weniger oft überschritten

Unter der Überschrift „Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte nehmen stetig ab“ veröffentlichte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am 3. Mai die Ergebnisse der Nationalen Berichterstattung zu Pflanzenschutzmittelrückständen 2009, informiert der Zentralverband Gartenbau (ZVG).

Der Anteil der Überschreitungen der untersuchten Proben verringerte sich. Foto: CVUAS

Dass die Rückstandshöchstgehaltsüberschreitungen im deutschen Obst- und Gemüsebereich zurückgehen hat den Fachgruppen Obst- und Gemüsebau zufolge mehrere Ursachen.

Etwa die zunehmende konsequente Anwendung des kontrollierten Integrierten Anbaus von Obst und Gemüse, die Weiterentwicklung des Qualitätssicherungssystems (QS Qualität und Sicherheit GmbH aus Bonn), die gestiegenen Rückstandsproben sowie der professionellere Anbau und die damit verbundene Dokumentation.

Die deutschen Obst- und Gemüseerzeuger haben erhebliche Investitionen getätigt und Anstrengungen unternommen, um die Überschreitung der Rückstandshöchstgehalte weiter zu senken. Darauf weisen die Bundesfachgruppen Obst- und Gemüsebau hin.

Es wurden laut BVL 2009 in Deutschland insgesamt 16.866 Proben auf das Vorkommen von Pflanzenschutzmittelrückständen untersucht. 14.298 Proben stammen aus der amtlichen Lebensmittelüberwachung und 2.568 Proben aus dem Lebensmittel-Monitoring. Der größte Anteil, nämlich 14.514 Proben, entfällt auf Obst, Gemüse und andere pflanzliche Erzeugnisse.

Die Anzahl von insgesamt 16.866 Proben ist nach Ländern folgendermaßen aufgeschlüsselt:

  • Deutschland: 7.095;
  • andere EU-Mitgliedstaaten: 5.250;
  • Drittländer: 3.300:
  • keine Herkunftsangaben: 1.221.

Das Ergebnis: Der Anteil der Proben, bei denen überschrittene Rückstandshöchstgehalte gemessen wurden, ist gegenüber den Vorjahren gesunken. Der Anteil der Proben aus deutscher Herkunft – mit Überschreitungen des Rückstandshöchstgehalts – lag 2009 bei nur noch 1,6 Prozent. 2008 waren es 1,9 und 2007 noch 2,7 Prozent.

Weitere positive Ergebnisse wurden auch bei den Untersuchungen der Proben aus den Mitgliedstaaten der EU und aus den Drittländern gewonnen. Daran ist zu erkennen, dass die Harmonisierung der europäischen Rückstandshöchstgehalte das Ergebnis positiv beeinflusst.

Der Anteil der Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte verringerte sich auf 1,5 Prozent im Jahr 2009. Im Vorjahr waren es noch drei Prozent, im Jahr 2007 sogar fünf Prozent.

Bei den Drittländern lag der Anteil der Proben oberhalb der Rückstandshöchstgehalte in den Jahren 2007 bei 9,5 Prozent, 2008 bei 9,1 Prozent und im berichteten Jahr 2009 bei 8,6 Prozent.