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Obst-, Gemüse- und Kräutertage: Programm zur IPM steht

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Die Obst-, Gemüse- und Kräutertage auf der IPM 2019 zeigen in einer Vortragsreihe, was im Trendthema Obst und Gemüse steckt. Insgesamt zehn Referenten berichten, wie sie diese Produktgruppen in ihren Unternehmen neu und anders spielen und wie die Grüne Branche vom Boom profitieren kann.

Referenten aus der Praxis berichten auf den Obst-, Gemüse und Kräutertagen auf der IPM, wie die Grüne Branche am Boom um Obst und Gemüse teilhaben kann. Foto: Rainer Schimm/Messe Essen

Obst, Gemüse und Kräuter im Mittelpunkt

Die Messe Essen und die TASPO wollen gemeinsam mit den Obst-, Gemüse- und Kräutertagen den zunehmend wichtiger werdenden Themenkomplex Gesundheit, gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit, Regionalität und traditionelle Sorten speziell für die jungen, urbanen Kundengruppen mit einem Vortragsprogramm in den Fokus nehmen. Dabei stehen die Produktgruppen Obst, Gemüse und Kräuter im Mittelpunkt.

Das Thema wird von Seiten der Produktion, des Handels und der Verbraucher beleuchtet und lebt von einer bunten, vielfältigen Zusammenstellung an Vorträgen.

Darum geht es in der Vortragsreihe

Die nachwachsenden Generationen sind anders. Sie kaufen zum Beispiel nicht mehr in einer ganz normalen Gärtnerei ihre Pflanzen, sondern bestellen und informieren sich über das Internet und Social-Media-Kanäle. Diese Kundengruppen gehen den klassischen Einzelhandelsgärtnereien und Gartencentern verloren.

Wir fragen unter anderem: Wie lassen sich diese Verbraucher (wieder) „einfangen“? Was müssen gärtnerische Produktion und der Grüne Einzelhandel tun, um wahrgenommen zu werden?

Holen Sie sich zu all diesen Fragen Anregungen bei den Referenten der Obst-, Gemüse- und Kräutertage auf der IPM. Praktiker plaudern im „IPM Discovery Center“ – Halle 8A (ehemals Halle 13), Eingang Messehaus Ost – aus dem „Nähkästchen“ und stellen vor, wo sie einen Ansatz gefunden haben. Beispiele aus der Praxis zeigen, wie es funktionieren kann und wo auch die Grenzen sind.

Programm am Donnerstag, 24. Januar 2019

  • 10 Uhr: Haskap – die neue Trendbeere. Bisher ist sie wenig bekannt und verbreitet. Die polnische Baumschule Plantin hat nun per Mikrovermehrung neue Varietäten gezüchtet, die das Naschobst sowohl für Endverbraucher als auch Produzenten interessant machen. Referent: Tadeusz Kusibab, Baumschule Plantin
  • 11 Uhr: Neue Wege zum Kunden über die Gastronomie – das Gastrokonzept verknüpft Inhalte des Restaurant-Cafés mit dem Pflanzenangebot auf der Verkaufsfläche im Gartencenter. Beispielsweise gibt es zur Aktion „Ingwer-Pflanze“ im Gartencenter den Ingwer-Tee im Café, das Rezept auf den Homepages sowie die passende Werbung in den Werbe-Beilagen. Referent: Carsten Markus, Markenleiter grün erleben bei der Sagaflor
  • 12 Uhr: Dropshipping – Sie verkaufen, wir erzeugen, verpacken und versenden. Sortimente an den neuen Trends ausrichten am Beispiel von Bio-Goji und Bio-Chili: Was heißt das für die Produktion, und wo ist Umdenken notwendig? Referent: Klaus Umbach, Inhaber der Gärtnerei Umbach
  • 13 Uhr: Das Konzept fertig bepflanzter Mietgärten wächst weiter und bedient die neue Lust auf Gemüse aus eigenem Anbau – eine Start-up-Idee hat sich etabliert. Referentin: Wanda Ganders, Geschäftsführerin des Mietgärten-Konzepts „meine ernte“ und Doppelgewinnerin der TASPO Awards 2015
  • 14 Uhr: Die neuen Medien und wie eine Baumschule sie sinnvoll einsetzt, um die Wünsche ihrer Kunden zu bedienen. Referent: Markus Kobelt, Geschäftsführer der Obst- und Beeren-Baumschule Lubera

Programm am Freitag, 25. Januar 2019

  • 10 Uhr: Die Marke „Veggie Sister‘s“ verleiht dem Gemüsejungpflanzen-Betrieb Niemann ordentlich Schub – sie ist modern, peppig, witzig und wendet sich an junge Familien, Kinder und Veggie-Begeisterte. Von der Idee zur Umsetzung Referent Rupert Fey, Inhaber der Unternehmensberatung beyond-flora
  • 11 Uhr: Erdbeeren statt Schnittblumen – ein Praktiker wagt den ersten Schritt auf dem Weg der Neuausrichtung und berichtet von seinen Beweggründen. Referent: Klaus Timmann von Gartenbau Timmann
  • 12 Uhr: Ganz nah am Kunden – mit dem Obstgehölz-Sortiment „Fruchtbengel“, einem Event-Café zum Durchatmen und einer App für die direkte Kommunikation zwischen Pflanze und Endverbraucher. Ein neu entwickelter Sensor nimmt den urbanen Kunden an die Hand. Referent: Christian Müller, Geschäftsführer Müller Lebensraum Garten
  • 13 Uhr: Geschlossene, erdelose Kultursysteme sind die Grundlage für einen urbanen Gartenbau. In seiner Masterarbeit hat Robert Klose ein Hybridanbausystem aus Aeroponik- und Nährfilmtechnologie für den intensiven Anbau von Tomaten entwickelt. Beide Systeme für sich bringen Nachteile mit sich. Die Kombination beider Systeme und der Einsatz moderner Mess- und Regeltechnik gewährleisten dagegen eine hohe Ausfallsicherheit. Referent: Robert Klose
  • 14 Uhr: Altes Gemüse für neue Produkte – wie die Datenbank über historisches Gemüse unterstützen kann. Rahmenbedingungen für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung von alten Sorten als pflanzengenetische Ressourcen werden vorgestellt. Referent: Matthias Ziegler, Referent für pflanzengenetische Ressourcen an der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung