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Obst und Gemüse: Witterung bremst Ernte

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Die Obst- und Gemüseernte fällt in diesem Jahr voraussichtlich geringer als im Vorjahr aus. Schuld ist die in vielen Teilen Deutschlands zu kühle und nasse Witterung. In Verbindung mit den zum Teil heftigen Unwettern der vergangenen Wochen verzögert sich die Obst- und Gemüseernte 2016 voraussichtlich um rund zwei Wochen, prognostiziert der Deutsche Bauernverband (DBV).

Die Salaternte leidet in diesem Jahr regional unter den nassen Witterungsbedingungen. Foto: Gundolf Renze/Fotolia

So geht der DBV etwa bei Erdbeeren von einem um etwa zehn Prozent geringeren Ertrag aus als im vergangenen Jahr. Insgesamt ist in der aktuell auf Hochtouren laufenden Saison voraussichtlich mit 150.000 Tonnen der roten Früchte zu rechnen, so die Schätzung des DBV.

Ins Wasser gefallen: Start in die Kirschensaison

Regelrecht „ins Wasser gefallen“ ist dem Bauernverband zufolge der Start in die Kirschensaison. Insbesondere in Süddeutschland gibt es demnach Probleme mit geplatzten Kirschen. Zudem steigt durch die feucht-schwüle Witterung der Schädlingsdruck – Kirschfruchtfliege und Kirschessigfliege konnten sich bei den aktuellen Wetterbedingungen stark vermehren.

Bei Steinobst generell – Pflaumen, Mirabellen und Co. mit eingerechnet – geht der Deutsche Bauernverband von einer insgesamt durchschnittlichen Ernte aus. Die hohen Vorjahresmengen lassen sich jedoch aller Voraussicht nach in der laufenden Saison nicht erreichen, schätzt der DBV.

Spargel: Ernte zehn bis 15 Prozent geringer als 2015

Bereits gelaufen ist die diesjährige Spargelsaison: Bundesweit wurden bis zum offiziellen Saisonende am 24. Juni knapp 100.000 Tonnen des Edelgemüses gestochen und damit rund zehn bis 15 Prozent weniger als im Vorjahr (114.000 Tonnen). Die Preise für Spargel lagen bis Pfingsten noch über dem Vorjahresniveau, sanken danach jedoch deutlich darunter.

Relativ gleichmäßig gestaltet sich laut DBV die Ernte von Salat, Blumenkohl und Brokkoli – obwohl regionale Einbußen durch die nasse Witterung zu verzeichnen sind. Lagen die Preise zu Erntebeginn noch über dem Vorjahresniveau, sanken sie ab Mitte Juni darunter.