Obstbau kann ab 2018 Frostschäden versichern

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Spätfröste haben im Obstbau in diesem Jahr Ernteeinbußen und hohe Schäden verursacht. Foto: Pixabay

Die Schweizer Hagel-Versicherung erweitert ihr Angebot und bietet ab 2018 eine Zusatzversicherung gegen Frostschäden in Obst- und Beerenkulturen an. Anlass dafür gaben die schweren Spätfrostschäden in diesem Frühjahr, die für massive Ernteausfälle sorgten.

Hohe Einbußen bei Obst, Beeren und Reben durch Spätfrost

Auf deutlich über 50 Millionen Franken beziffert der Versicherungsträger die Einbußen, die durch den Frost Ende April bei Obst, Beeren und Reben entstanden sind. Gab es für Rebenkulturen bereits eine Frostzusatzversicherung, blieben Obst- und Beerenerzeuger bislang auf Frostschäden sitzen. Laut der Schweizer Hagel-Versicherung sei infolge des Klimawandels zudem davon auszugehen, dass das Spätfrost-Risiko künftig noch weiter zunimmt.

Die Versicherungsgenossenschaft hat deshalb in Absprache mit den Erzeugern ein Absicherungsmodell entwickelt, das bei Spätfrostschäden in Obst und Beeren einen Ertrag von wenigstens 55 Prozent garantieren soll. „Die gewählte Deckung, in Form einer teilweisen Kompensation des Ertragsausfalls, sichert dem  Betrieb die Liquidität und ermöglicht ein Weitermachen“, erklärt die Schweizer Hagel-Versicherung.

Risikoabsicherungen in der Schweiz nicht staatlich gefördert

„Zudem lässt sie eine markttaugliche Prämiengestaltung zu und berücksichtigt die Tatsache, dass solche Risikoabsicherungen in der Schweiz – anders als in vielen anderen Ländern – nicht staatlich gefördert werden“, so der Versicherungsträger weiter.

Im Paket mit Hagel- und/oder anderen Elementarschaden-Deckungen kann die Frostzusatzversicherung für Obst und Beeren bis spätestens 28. Februar abgeschlossen werden. Weitere Informationen erteilt die Schweizer Hagel-Versicherung telefonisch unter +41 44 257 22 11 oder per E-Mail an info(at)hagel.ch.

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