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Ölbad für Weichholz

Mit dem Problem, einheimische Weichhölzer widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse zu machen, hatte sich Prof. Dr. Andreas Rapp schon einige Jahre auseinandergesetzt. Nun hat der Fachmann vom Institut für Berufswissenschaften im Bauwesen an der Leibniz Universität (Hannover) die richtige Methode entwi-ckelt: das Öl-Hitze-Verfahren (Oil-Heat-Treatment/OHT). Dabei wird Weichholz für einige Stunden im 200 Grad heißem Rapsöl geröstet. Bei diesem Verfahren wird an jeder Stelle des Holzes die gleiche Temperatur erreicht. Das im Holz enthaltene Wasser verdampft, und Bakterien und Pilze werden abgetötet. Das Holz bekommt durch dieses Ölbad eine tiefbraune Farbe. Für die Praxis umgesetzt wird das patentierte Verfahren seit einigen Jahren von der Firma Menz in der Rhön in Form von Gartenmöbeln, Blumenkästen und Zäunen. Da das Öl noch heiß abgelassen wird, nimmt das Holz kaum Öl auf, es bleibt leicht, aber stabil. Rapp arbeitet inzwischen an einer Weiterentwicklung seines Verfahrens, um das Holz noch widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse, wie etwa Meerwasser, zu machen. (Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung).