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Offene Worte des hessischen Verbandspräsidenten: Die Strukturprobleme erfordern neues Konzept

Beim Zentralverband Gartenbau (ZVG) und seinen angeschlossenen Verbänden seien Strukturveränderungen unausweichlich betonte der Präsident des Hessischen Gärtnereiverbandes, Jürgen Mertz. Beim Hessischen Gartenbautag am 15. Februar in Friedberg sprach er die Finanzsituation des ZVG, ein vorgesehenes Gutachten sowie die Reaktion auf den anhaltenden Mitgliederschwund, was auch den eigenen Landesverband betrifft, an. Der im September 2004 beschlossene interne „Lenkungsausschuss“ werde die Strukturprobleme des Zentralverbandes nicht lösen können. Mertz: „Wenn wirklich Änderungen gewünscht sind, brauchen wir Hilfe von außen!“ Eine unabhängige Unternehmensberatungs-Gesellschaft müsse ein entsprechendes Konzept stricken, und zwar auf Basis der Beteiligung aller dem ZVG angeschlossenen Verbände und Gruppen. Eine solche Konzeptstudie werde aber mindestens 100 000 Euro, wahrscheinlich aber noch mehr, kosten: „Nur wenn alle Landesverbände und Fachgruppen bereit sind, das Ergebnis 1:1 umzusetzen, macht es Sinn, einen entsprechenden Auftrag zu vergeben.“ Dies sei von vornherein sicherzustellen. Mertz informierte bei seiner Rede auf dem Gartenbautag auch über den Sparhaushalt 2005 des ZVG und die Beitragsausfälle durch den Austritt des BGL (100 000 Euro) sowie des Landesverbandes Sachsen (70 000 Euro). Mit weiteren 35000 Euro schlagen die Neuorientierungen bei einigen Fachgruppen zu Buche. Allgemeine Kostensteigerungen von ungefähr 100 000 Euro hinzu addiert, standen für den Haushalt 2005 insgesamt etwa 300 000 Euro weniger zur Verfügung, so Mertz. Dass dies ohne hohe Beitragserhöhung geschultert werden konnte, sieht der hessische Präsident als beachtliche Leistung des ZVG an.