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Offizieller Anstich zur diesjährigen Spargelsaison

Trotz des lang anhaltenden Winters kann endlich die Spargelsaison beginnen. Die Produzenten aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, dem Rheinland, Brandenburg und Bayern luden zum ersten Spargelstich ein. "Der Spargel profitiert sogar vom kalten Winter. Er erhält dadurch Anreiz, noch schneller zu sprießen, sobald es warm wird", sagte Dietrich Paul, Vorsitzender der Vereinigung der Spargelbauern in Niedersachsen. Derzeit bieten Erzeuger fast ausschließlich verfrühte Tunnelware an. Freilandspargel ist nach Einschätzung des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) erst in der zweiten Aprilhälfte erhältlich.

In den vergangenen Jahren drängte die Vergrößerung der Anbaufläche von deutschem Spargel den Marktanteil von Importware auf etwa 20 Prozent zurück. Somit kommt hauptsächlich deutscher Spargel beim Verbraucher an, informiert das Landwirtschaftsministerium Brandenburg. Vor zehn Jahren musste nach Angaben der AMI noch rund die Hälfte importiert werden. "Die Verbraucher wissen es zu schätzen, dass sie qualitativ hochwertigen Spargel erntefrisch und ohne lange Umwege auf den Tisch bekommen", so der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Den Pro-Kopf-Verbrauch von frischem Spargel beziffert das Ministerium in Brandenburg auf etwa ein Kilo. Lag 1994 der Selbstversorgungsgrad bei Spargel in Deutschland noch bei 36 Prozent, erreichte er in der vergangenen Saison rund 80 Prozent. In Niedersachsen, dem Spargelland Nummer Eins in Deutschland, werden auf 4.500 Hektar Spargel angebaut. Die ersten Stangen niedersächsischer Erzeugung konnten selbst für viele Erzeuger überraschend früh - bereits kurz vor Ostern - angeboten werden.