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Ohne Überangebot dürfen die Preise steigen

Zum sechsten Mal trafen sich die Mitglieder des bundesweiten Arbeitskreises der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünproduzenten im Februar in Kassel, um die vorherige Verkaufssaison zu analysieren: Eingeladen zu dieser Zusammenkunft waren auch Vertreter aus Dänemark und Österreich. Eine Reihe von Weihnachtsbaumanbauern rodeten bereits in der zurückliegenden Saison Flächen in nennenswertem Umfang, um in den Genuss der Agrarprämie zu kommen. Die Schätzungen liegen bei 1500 Hektar und mehr. Es gab kaum Überhänge, wenn auch die Preise nicht immer zufriedenstellend waren. Vor dem Hintergrund, dass diese Bäume in der kommenden Saison nicht mehr auf den Markt drücken, kam ein wenig Optimismus auf. Immer noch unbefriedigend war in weiten Teilen das Preisniveau. Den Poker um den Preis entschieden die Händler durch "kollektives Warten", wie es der Großhändler Markus Schauer ausdrückte, häufig für sich. Die Produzenten hätten angesichts des Überangebotes zu schnell kalte Füße bekommen. "Das dürfte jetzt aufgebrochen sein", so Schauer, wenn der Handel weiß, dass es die Sicherheit der Überproduktion nicht mehr gebe. Das Preisniveau werde vermutlich steigen für die gleiche Qualität. Eine Preissteigerung von zehn Prozent müsste machbar sein, äußerte Axel Graf von Bülow, Vorsitzender des Bundesarbeitskreises.