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Online-Vermittlungs-Plattform: direkter Kontakt zum Produzenten

Viele grüne Einzelhandelsbetriebe wünschen sich mehr direkten Kontakt zum Produzenten. Ein neues Internetportal mit dem Namen Flortal hat dieses Bedürfnis erkannt und bietet seit Februar dieses Jahres eine passende Internetplattform an.

Das neue Internetportal von Flortal. Screenshot: Katrin Klawitter

Flortal sieht sich als erste Online-Vermittlungs-Plattform überhaupt für den direkten Handel zwischen Gärtnern und Einkäufern in Deutschland. „Angeboten und geordert werden Schnittblumen, Topfpflanzen, Gartenpflanzen, Bindegrün und Bedarfsartikel sowie Gartenausstattungen“, erläutert Initiator Lutz Peerenboom.

Flortal will Gärtnern damit eine ergänzende Vermarktung zu den bestehenden Marktplätzen bieten. „Das Portal läuft sehr gut an“, freut er sich. Kunden können sich kostenlos registrieren. Voraussetzung für eine Bestellung ist aber, dass ihre Bonität überprüfbar ist. Als Mindestbestellmenge sind ein CC-Container bei Topfpflanzen oder neun Eimer bei Schnittblumen festgelegt, so dass sich das Angebot nicht für ganz kleine Geschäfte eignet.

Allerdings zeigt das Portal jederzeit einen Überblick über alle Angebote eines Produzenten an, sodass sich schnell auf eine ganze Containerfüllung kommen lässt. Im Visier hat das Portal die ganze Bandbreite der Kunden – vom Einzelhandelsgeschäft über das Gartencenter bis zum Großhändler.

Entscheidend ist, dass es den Kontakt zum Produzenten herstellen will. Eine entsprechende Testphase hat das Portal bereits ab Juni 2012 mit ausgewählten Kunden und Gärtnern hinter sich. Seit dem 15. Februar 2013 ist es für alle zugänglich, die sich anmelden wollen.

Den Gärtner kostet die Möglichkeit, sein Angebot in das Portal einstellen zu können, eine kleine Gebühr pro Angebot. Zusätzlich berechnet Peerenboom drei bis fünf Prozent vom tatsächlich zustande gekommenen Auftragsvolumen.

Interessant ist, dass Peerenboom in Kürze auch den vermehrten Wunsch nach regionalen Kontakten über ein zusätzliches Städteportal ermöglichen möchte. „Wir sind dabei, auch regionale Strukturen über ein eigenes Programm aufzubauen.“ Hier können sich dann Produzenten fester regionaler Bereiche, beispielsweise Städte, registrieren und von Kunden gefunden werden. Auch dieses Portal soll in Kürze öffnen. (kla)