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Orchideen unter Druck - Steigende Mengen, Wirtschaftskrise und Preisverfall setzen ihnen zu

Topf-Phalaenopsis können für die großen Produzenten mehr und mehr zur Schicksalsfrage werden. Steigende Mengen am Markt, Wirtschaftskrise und Preisverfall setzen der Lieblingstopfpflanze aller Verbraucher immer stärker zu. Die Topf-Orchidee hat eine beispiellose Karriere hingelegt. Das führte dazu, dass in den vergangenen Jahren kontinuierlich immer mehr die Flächen ausgeweitet und die Stückzahlen erhöht wurden. Das ging lange Zeit auch mit steigenden Stückpreisen einher, so Matthias Bremkens (Geldern). Noch im vergangenen Jahr gelangten etwa 70 Millionen Stück auf den Markt, für dieses Jahr werden bis zu 100 Millionen Stück erwartet, so der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Orchideen-Betriebe.

Der Züchter und Jungpflanzen-Produzent sieht den europäischen Markt derzeit mehr als gesättigt. Mit der Finanz- und Wirtschaftskrise brachen die Märkte Großbritannien, Russland und Polen plötzlich zusammen. Gleichzeitig hatten in den Niederlanden nicht nur die traditionellen Orchideen-Betriebe ihre Flächen ausgeweitet, sondern auch Quereinsteiger drängten mit Millionen Stückzahlen auf den Markt. Seitdem haben die Preise enorm nachgegeben.