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Outlander PHEV im Test: elektrisch bleibt der Radius gering

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Weil politisch gewollt, ist Elektromobilität auf dem Vormarsch – Staatliche Förderung, Herstellerbonus und bei reinen Stromern Steuerbefreiungen locken. Und so haben Hersteller, sofern sie nicht schon vorne mit dabei waren, ihren Schwerpunkt in diese Richtung verschoben. Eine der beliebtesten sowie bezahlbaren Varianten im Kfz-Segment ist der Hybrid.

Bei Komfort und Ausstattung konnte der Outlander in unserem Test überzeugen. Foto: Mark Schmiechen

Outlander am längsten als Plug-in-Hybrid auf dem deutschen Markt

Mit am längsten auf dem deutschen Markt als Plug-in-Hybrid erhältlich und vor allen Dingen einer der ersten SUV mit dieser Technik ist der Outlander von Mitsubishi. Auf seinen 4.695 Millimetern Gesamtlänge bietet er viel Platz für mindestens vier Personen und Gepäck oder auch für Kleingeräte und Maschinen für die Baustelle. 1.602 Liter stehen maximal und 463 Liter minimal zur Verfügung. Mit dieser Wagenlänge und einer Breite von 1.800 Millimetern ist er natürlich kein „Schmali“ und in besonders stark frequentierten Wohngegenden mit engen Straßen und Parkverhältnissen kann die Parkplatzsuche nervenaufreibend sein. Dank Einparksensoren sowie eines 360 Grad Rundumkamera-Modus geht der eigentliche Einparkvorgang dann aber recht leicht von der Hand.

Genügend Stauflächen und einladende Innenausstattung

Die Innenausstattung des Outlanders ist einladend, die gesteppten Ledersitze sind angenehm in der Passform und geben reichlich Seitenhalt. Das Raumgefühl auf den Vordersitzen überträgt sich verlustfrei auf die „Hinterbänkler“ und über zu wenig Stauflächen kann man sich nicht beschweren. Unübersichtliche Bedienelemente, das hat scheinbar jetzt jeder Pkw-Hersteller verstanden, machen die Autofahrer nicht glücklich und im Outlander herrscht deswegen ebenfalls die neue „Nüchternheit“. Beim Infotainment hat Mitsubishi sich deutlich verbessert – jedermanns Freude ist die Bedienung über den acht Zoll großen Touchscreen beziehungsweise die TomTom-Navigation zwar nicht, doch mit ein bisschen Übung und Durchhaltevermögen gewöhnt man sich recht schnell ein.

Elektrische Reichweite laut Hersteller und im Test

An der Funktionsweise des Antriebsstrangs mit zwei zusätzlichen Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse hat sich seit dem Start des Outlander PHEV vor fünf Jahren nichts geändert. Der nun 13,8 kWh fassende Akku ermöglicht eine etwas größere elektrische Reichweite, wobei im Test die vom Hersteller angegebenen 54 Kilometer nicht erreicht werden konnten. Hier lag die rein elektrisch erstromerte Kilometerleistung lediglich bei 35 bis 40 Kilometern. Bei stärkerer Belastung schaltet sich der 2,4 Liter große Benziner (Euro 6d-Temp) mit 135 PS zu. Dann treibt er automatisch direkt die Vorderräder an. Das geschieht ohne große Verzögerung und relativ geräuschlos. Fordert man auf der Autobahn jedoch mehr Leistung vom ihm ab, macht der Motor recht deutlich auf sich aufmerksam und die Tankanzeige bewegt sich mit wachsendem Tempo gegen Null. Ein Verbrauch von unter zehn Litern ist auch für nicht übermäßig sportliche Fahrer schwer zu erreichen.

► Was der Outlander PHEV darüber hinaus gut kann und was nicht, lesen Sie in unserem ausführlichen Praxistest in TASPO GARTEN-DESIGN 6/2020.

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