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Paphiopedilum im Verkaufsraum beschlagnahmt

Auf Hinweise, dass von der Gattung Paphiopedilum Arten eingeführt wurden, bei denen der elterliche Zuchtstock illegal der Natur entnommen wurde, führte das Thüringer Landesverwaltungsamtes (TLVwA) Weimar ein Kontrolle in einer Gärtnerei durch. Die dort gefundenen beiden Frauneschuh-Orchideen wurden beschlagnahmt, weil die Rechnung im Moment der Kontrolle nicht vorgelegt werden konnte. Außerdem müsse aus jedem Beleg an den Endverkäufer (nicht für den Endverbraucher) erkennbar sein, von welchem Produzenten die Pflanzen kommen, also ob die Pflanzen der gesetzlich vorgegebenen Definition der künstlichen Vermehrung entsprächen. Der Experte im Zentralverband Gartenbau, Dr. Hans Joachim Brinkjans, erläutert dazu, dass die EU-Durchführungsbestimmungen keine (Nachweis-)Bescheinigung erforderten. Doch die zuständige Behörde könne im Rahmen einer freien Beweisführung entscheiden, ob der Nachweis des legalen Besitzes ausreiche. Die NBV/UGA sagte auf Anfrage, jeder Lieferant sei (als Nummer) aus der Rechnung ersichtlich und bei Bedarf sofort abrufbar. Man werde jedoch jetzt jeder Paphiopedilum-Pflanze einen Hinweis zum Lieferbetrieb (Züchter) mitgeben, auf dem dieser seine gesetzliche Berechtigung zur Anzucht nachweist. Mehr in TASPO 35/2004.