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Parlamentarischer Abend „Kulturgut Alleen“

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Bäume gehören auch in Zukunft zum Straßenraum: Deshalb diskutierten gestern fünf Parlamentarier gemeinsam mit Experten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und dem Bund deutscher Baumschulen (BdB) sowie Vertretern des Bundesverkehrsministeriums über die Zukunft der deutschen Alleen.

Der Bund Deutscher Baumschulen spricht sich gegen eine neue Abstandsregelung für Alleebäume aus. Foto: BdB

Alleen als Kulturgut landschaftsprägend

„Unsere Alleen sind als Kulturgut landschaftsprägend und geben unseren Verkehrswegen ein einzigartiges Gesicht. Diesen wichtigen kulturellen Schatz argumentativ gegen die Verkehrssicherheit auszuspielen, um Alleen künftig zu beseitigen, ist der absolut falsche Ansatz“, so der Präsident des Bundes deutscher Baumschulen, Helmut Selders.

„Wir wollen Bewegung in die Änderung der RPS-Richtlinie bringen und hoffen mit der Bildung der Arbeitsgruppe ‚Kulturgut Alleen‘, dieses Ziel schneller zu erreichen“, erläutert Dr. Wolfgang von Geldern, Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald das Engagement seines Verbandes.

Alleen nicht nur ästhetisch wertvoll

Alleen füllen nach Ansicht beider Präsidenten weit mehr als eine ästhetische Funktion aus. Sie gliedern den Straßenraum, setzen eine optische Linienführung, die für Verkehrsteilnehmer von Bedeutung sei.  Nicht zuletzt sei auch die ökologische Brückenfunktion der Alleebäume, insbesondere für die Kleinfauna hervorzuheben. Deshalb müssen Alleen am Fahrbahnrand nach Ansicht der Verbände weiter bestehen.

Unfallrisiko durch angemessene Fahrweise und Leitplanken minimieren

Beide Verbände sind der Ansicht, dass eine angemessene Fahrweise und Schutzmaßnahmen durch Leitplanken an besonderen Gefährdungsstellen nötige Elemente seien, um ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Die neuen Abstandsregeln für Bäume am Straßenrand lehnen BdB und SDW ab. Ihrer Ansicht nach bedeute die mögliche Regelung durch das Bundesverkehrsministerium das „Aus“ für Alleen.