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Pflanzen 4.0: bestes Angebot (nicht nur) für die Next Generation

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Viele, vor allem junge Menschen scheuen sich heute davor, in ein Haus mit Garten zu ziehen oder Geld für schöne Pflanzen auszugeben, weil sie vor der Aufgabe zurückschrecken, sich darum kümmern zu müssen. Andere haben bei bestimmten Pflanzenarten die Flinte ins Korn geworfen. Diesen Menschen soll FlorJa helfen, mit dem Instrument, das vor allem junge Leute besser verstehen als Pflanzen: das Smartphone mit einer betreffenden App.

FlorJa gewinnt bei den TASPO Awards 2019

Mit „FlorJa – die smarte Art zu gärtnern“ gewannen Christian H. Müller, Geschäftsführer von Müller Lebensraum Garten, und Michael Urban, Geschäftsführer der Communicate2Integrate GmbH, bei den TASPO Awards 2019 in der Kategorie „Bestes Angebot für die Next Generation“. Was verbirgt sich dahinter, und ist es möglicherweise auch interessant für andere als die nächste Generation?

Der Benutzer, also User, steckt Sensoren neben die betreffenden Pflanzen in den Boden, frei und kabellos. Diese messen, abgestimmt auf die jeweilige Art, Feuchtigkeit und Temperatur in Boden und Luft, die elektrische Leitfähigkeit im Boden sowie die Lichteinstrahlung. Daraus zieht FlorJa die abzuleitenden Daten wie den Wasserbedarf, aber auch den Status bei Spurenelementen und Mineralien. Diese Daten übermittelt das System über die App an das Smartphone.

Intensivierung von Kundenbeziehungen mit dem smarten System

Im Fall von Defiziten sendet FlorJa eine Warnung, beispielsweise dass dringend gegossen werden muss. Externe Daten wie der Wetterbericht werden mit berücksichtigt. Mehr noch: Durch die Bildung von Communities können die Daten über eine Cloud – Partner ist hier salesforce.com – an Gartencenter übermittelt und dem User auch gleich Lösungen präsentiert werden, etwa entsprechende Dünger im Fall von erkannten Nährstoffmängeln. Dadurch ist FlorJa auch ein Instrument zur Intensivierung der Kundenbeziehungen oder zum Ausbau des Costumer Relation Managements (CRM) für den Fachhandel.

FlorJa entlang der gesamten Wertschöpfungskette einsetzbar

Doch dies ist nur ein Einsatzgebiet. FlorJa könne entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Gartenbau eingesetzt werden, so Urban und Müller. Die Sensoren werden an „neuralgischen Stellen“ in Quartieren gesteckt und übertragen von dort per WLAN oder LoRa Technologie an Smartphone, Tablet oder PC. Plattform ist auch dann die Cloud, die über eine benutzerfreundliche Oberfläche verfügt, erläutern die beiden Initiatoren. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen also von der Produktion über den Verkauf bis zu CRM-Anwendungen, auch für den GaLaBau und Pflegedienstleistungen.

Mehr über „FlorJa – die smarte Art zu gärtnern“ und die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten des Systems lesen Sie in Deutsche Baumschule 12/2019, die im TASPO Online-Shop abrufbar ist.

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