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Dr. Hans-Gerd Nolting geht in den Ruhestand

38 Jahre lang hat Dr. Hans-Gerd Nolting bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland an vorderster Stelle mitgewirkt. Zum Ende des Jahres wird er aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Zeit, um auf den Werdegang Noltings zurück zu blicken. 

Dr. Hans-Gerd Nolting wurde von den Kollegen mit stehendem Applaus verabschiedet. Foto: BVL Ralf Hänel

Hans-Gerd Nolting studierte Chemie an der Georg-August-Universität in Göttingen. Dort promovierte er auf dem Gebiet der organischen Chemie. 1977 nahm er seine Tätigkeit in der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) in Braunschweig auf.

Ein Jahr später wechselte Nolting nach einem Forschungsvorhaben für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in den Bereich Rückstandsanalytik. 1985 übernahm er zunächst kommissarisch die Leitung der Fachgruppe Chemische Mittelprüfung.

In der Entwicklung von Rückstandsanalysemethoden aktiv
Die Entwicklung von Rückstandsanalysemethoden zur Bestimmung von Pflanzenschutzmittelrückständen, Grundsatzfragen im chemischen Bereich der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und die Umsetzung der EU-Pflanzenschutzrichtlinie von 1991 zählten zu den Schwerpunkten der Arbeit Noltings in jener Zeit bei der BBA.

Darüber hinaus widmete er sich zulassungsbegleitenden Forschungen über das Verhalten von Pflanzenschutzmittelrückständen im Boden, im Wasser und in der Luft. Sein Expertenwissen stellte er bei zahlreichen Auslandseinsätzen für nationale und internationale Behörden unter Beweis.

BBA: Leiter der Abteilung für Pflanzenschutzmittel und Anwendungstechnik
Im Jahr 2001 wurde Dr. Hans-Gerd Nolting vom damaligen Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) zum Leiter der Abteilung für Pflanzenschutzmittel und Anwendungstechnik der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) bestellt.

Mit der Neuordnung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes in Folge der BSE-Krise und der damit einhergehenden Trennung von Risikobewertung und Risikomanagement wurde Dr. Nolting im Jahr 2002 die Leitung der Abteilung „Pflanzenschutzmittel“ im neugegründeten Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) übertragen. Außerdem vertrat er über lange Jahre den Präsidenten des BVL bei dessen Aufgaben nach innen und außen.

Umsetzung der EU-Pflanzenschutzmittelverordnung von 2009
Die Umsetzung der EU-Pflanzenschutzmittelverordnung von 2009 (Verordnung (EG) Nr. 1107/2009) erforderte unter Noltings Leitung eine neue Ausrichtung der Arbeiten in der Abteilung „Pflanzenschutzmittel“.

Der Chemiker war dabei stets darauf bedacht, die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln EU-konform und im Hinblick auf einen hohen Standard für den Verbraucherschutz und den Schutz des Naturhaushaltes sowie den Bedarf für eine nachhaltige Erzeugung zu gestalten. Als besonders wichtige Aufgabe betrachtete Dr. Nolting die Zusammenarbeit mit Partnerbehörden und staatlichen Organisationen inner- und außerhalb Europas. (ts)