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Pflanzen sind keine Urlaubssouvenirs

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Pflanzen, die Urlauber als Souvenirs von Reisen mitbringen, können erhebliche Probleme nach sich ziehen. Auf diese Weise seien bereits viele gebietsfremde Schädlinge eingeschleppt worden, wie der Bund deutscher Baumschulen mahnt.

Auch die Made des asiatischen Laubholzbockkäfers kann als Urlaubssouvenir eingeschleppt werden. Üblicherweise kommt sie zum Beispiel in Paletten nach Deutschland. (Foto: Angelika Jensen)

Gefährliches Mitbringsel: Infizierter Oleander

In Sachsen sorgte unlängst ein Oleander für Aufregung, der eigentlich als harmloses Mitbringsel gedacht war. Allerdings stellte sich heraus, dass ein gefährliches Bakterium die Pflanze befallen hatte.  
„Nicht nur die umliegende Natur war dadurch größter Gefahr ausgesetzt, sondern auch der Gartenbesitzer und seine Nachbarn mussten hinnehmen, dass die Gärten gerodet, also die Wirtspflanzen vernichtet wurden. Das alles ist ein Souvenir aus südlichen Urlaubsgefilden nicht wert“, erklärt BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl.

Stecklinge und Bäume aus dem Süden sind kein geeignetes Souvenir

„Ein kleiner Baum, ein Steckling aus südlichen Urlaubsregionen erscheint vielen ein besonderes Souvenir für den heimischen Garten zu sein. Dabei wissen die Menschen oft nicht, dass die Bäumchen oder die Äste, die man zu Hause vermehren will, mit Schaderregern behaftet sein können“, so Guhl weiter. „Dabei geht es nicht nur um Käfer, sondern auch um Pilze und Bakterien, die die Pflanzen befallen. Dadurch besteht eine große Gefahr für die heimische Pflanzenwelt. Dieser Gefahr kann man, wenn überhaupt, nur mit harten Quarantänemaßnahmen entgegentreten.“