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Pflanzenhandel: Plantregio lädt Händler zum Expertengespräch ein

„Wir brauchen mehr Kommunikation zwischen Produzenten und Händlern“, lautet das Fazit eines Expertengespräches, veranstaltet von Plantregio. Der Zusammenschluss von derzeit 17 deutschen und niederländischen Gartenbaubetrieben aus der Region Niederrhein/Limburg hatte geladen, um gemeinsam die Frage zu klären: „Welchen Sinn macht es, als gärtnerische Produzentenvereinigung neue Produkte und Marketingaktivitäten zu planen, die womöglich an den Anforderungen des Pflanzenhandels vorbei gehen?“ 

Nicht am Markt vorbei produzieren – deshalb trafen sich Plantregio-Produzenten und Vertreter des Handels. Foto: Plantregio

Teilnehmer der Diskussion waren Klemens Janssen von Landgard, Hans-Gerd Cox von Gebrüder Cox, Norbert Engler von EPS, Michael Bongers und Gerald Derksen von Gasa Germany sowie Ann Elbers-Angenendt von Eurofleurs.

„Es ist gerade in der derzeit nicht einfachen Marktlage wichtig, dass man miteinander spricht“, begründete beispielsweise Hans-Gerd Cox sein Interesse an dieser Gesprächsrunde. „Wir haben alle die gleichen Pflanzen in der Hand, wollen ihre Wertigkeit erhalten und diese auch dem Konsumenten vermitteln. Das ist viel Arbeit, und die sollte man zusammen angehen.“

Zunächst analysierte Kerstin Fielstedde von der Agentur profiel Werbemanagement in einem Vortrag die aktuellen Konsum-Trends und Zielgruppen im Gartenmarkt. „Was will der Endkunde, wo müssen wir hin?“ – das ist die Kernfrage, die zunächst beantworten werden müsse, um darauf basierend Handlungsfelder entwickeln zu können, erklärte sie.

Aus verschiedenen wissenschaftlichen Studien über gesellschaftliche Entwicklungen und Gartentrends filterte Fielstedde wichtige Themenfelder für die anwesenden Produzenten und Händler heraus. Dazu gehörte das wiedererweckte Interesse am Nutzgarten, der wachsende Wunsch von Stadtbewohnern nach etwas Grün auf dem kleinen Balkon sowie der Wunsch nach möglichst pflegeextensiven Gartenideen und digitalen Hilfsmitteln.

Anschließend war es dann an den Anwesenden selbst, Ideen zu entwickeln. „Wir haben gemeinsam in einem Brainstorming die aktuellen Herausforderungen für den Handel beziehungsweise die Produzenten zusammengetragen sowie auch die Chancen, die beide Seiten in den aktuellen Trends sehen“, erläuterte Plantregio-Geschäftsführer Thomas Koster das weitere Vorgehen. Dabei kamen beispielsweise Themen wie Kleinstmengen-Logistik, Überproduktion sowie Unterstützung bei Werbemaßnahmen zur Sprache. Am Ende wurden Handlungsansätze herausgefiltert, die Plantregio nun angehen möchte.

Vor allem aber seien sich alle Anwesenden einig gewesen, dass sie den nun eingeschlagenen Weg der intensiven Kommunikation weitergehen wollen. „Ich glaube, wir haben heute ein größeres Verständnis für die jeweils andere Seite entwickeln können und gesehen, wie wichtig das Gespräch ist“, lobte etwa Michael Bongers von Gasa Germany die Veranstaltung. Dies bestätigte auch Klemens Janssen von Landgard: „Wir wissen alle, wie schwer es ist, marktgerecht zu arbeiten. Daher ist ein solcher Austausch extrem wichtig.“ Eine Fortsetzung des Expertengespräches werde es daher über kurz oder lang auf jeden Fall geben, so Koster.

„Wir müssen uns besser kennen lernen, das gegenseitige Verständnis fördern und – wo möglich – neue Ideen und Produkte gemeinsam entwickeln.“ Die Ergebnisse des Gespräches seien sehr fruchtbar gewesen, so sein Resümee. Die Vertreter beider Seiten hätten sehr intensiv miteinander gesprochen und ganz konkrete Handlungsmöglichkeiten herausgearbeitet. (ts)