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Pflanzenschutz: Eine Motte ärgert Palmenproduzenten

Eine bisher unbekannte Mottenart macht in Holland den Palmenanbauern zu schaffen. Schäden durch die Raupen dieser Motte gab es unter anderem an Wurzeln von Howeia (Kentien) und Livistona. Laut Vakblad voor de Bloemisterij ist das erwachsene Tier etwa einen Zentimeter lang. Es habe hellbraune Flügel und sei recht scheu. Die hellbraunen Raupen sind etwa eineinhalb Zentimeter lang, ihr Kopfteil ist dunkelbraun. Sie fressen an den Wurzeln der Palmen. Dies führt zu Wachstumsstockungen, in ernsten Fällen sogar zum Absterben der betroffenen Pflanzen. Bekämpfungsversuche mit den in Holland gegen bekannte Mottenarten wie Duponchelia und Opogena erfolgreich eingesetzten Präparaten brachten gegen die neue Mottenart bisher keine Perspektive. Dies betrifft das chemische Präparat Nomolt ebenso wie Bacillus thuringiensis-Mittel sowie Steinernema feltiae- und Heterorhabditis bacteriophora-Älchen. Eine andere Älchenart, welche vorher nicht im Palmenanbau eingesetzt wurde, scheint nach ersten Versuchen dagegen gut gegen den neuen Schädling zu wirken. Gemeint ist Steinernema carpocapsae. Laut Lieferant Koppert sind drei Anwendungen anzuraten, um hohe Wirkungsgrade von etwa 95 Prozent zu erreichen.