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Pflanzenschutz: Initiative für "kleinen Sachkundenachweis"

Was den Sachkundenachweis für das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln betrifft, bemüht sich der Landesverband Weser-Ems im Bund deutscher Baumschulen (BdB) mit dem Bundesverband in Pinneberg und dem Baumschul-Beratungsring Weser-Ems (BBR) um einen "kleinen Sachkundenachweis". Darauf wies Renke zur Mühlen, Vorsitzender des Landesverbandes Weser-Ems, auf der Wintertagung seines Landesverbandes am 10. Dezember 2009 hin. Hintergrund sei die hohe Zahl an Durchfallern bei den Prüfungen zum Sachkundenachweis, zum Teil wegen sprachlicher Barrieren.

Andererseits gebe es Mitarbeiter, die beispielsweise nur die abgeschirmte Spritzdüse bei einer Unterblattspritzung mit Herbiziden führen und nicht darüber entschieden, was, wo und in welcher Konzentration gespritzt werde. Auch die Spritzbrühe setzten solche Mitarbeiter nicht selbst an. Dennoch müssten diese den Sachkundenachweis haben. Doch dafür brauche man keinen Sachkundenachweis, gab er zu bedenken. Zuverlässige, langjährige Mitarbeiter, oft mit Migrationshintergrund, könnten diese Arbeiten gut unter der Verantwortung einer Fachkraft ausführen. Mit Ausnahme der Auszubildenden sei dies bisher aber nicht erlaubt.

Gleichzeitig stellte zur Mühlen dabei klar, dass der Arbeitsschutz und Vorsichtsmaßnahmen selbstverständlich einzuhalten sind.