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Pflanzenschutz: Weniger Verstöße

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In Mecklenburg-Vorpommern führte der Landespflanzenschutzdienst 2016 rund doppelt so viele Kontrollen durch wie noch im Vorjahr. Die Zahl der Verstöße hat sich aber deutlich vermindert, wie das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LLALF) berichtet.

Dr. Joachim Vietinghoff geht von einem guten praktischen Fachwissen im Pflanzenschutz aus. Foto: Dusan Kostic Fotolia

Pflanzenschutz: Rund 40 Verstöße im Ackerbau in Mecklenburg-Vorpommern

Rund 40 Verstöße im Ackerbau und weitere 22 im Nichtkulturland stellten die Kontrolleure fest. „Damit sanken diese Verstöße um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, sagte Dr. Joachim Vietinghoff, Leiter der Abteilung Pflanzenschutzdienst (PSD) des LALLF in Rostock auf der Jahrestagung „Pflanzenschutz“.

Auch die Zahl der angezeigten Verunreinigungen durch den Ferntransport von Pflanzenschutzmitteln ging von elf auf vier zurück. Insgesamt lagen dem Amt 23 Bürgeranzeigen wegen des Verdachts auf Abdrift vor.

Sachkundenachweis Pflanzenschutz: Über 1.800 Fortgebildete

„Sicher ist jeder Verstoß einer zu viel – aber insgesamt ist von guter fachlichen Praxis im Pflanzenschutz auszugehen. Natürlich gibt es bei der Qualität der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln noch Reserven“, schätzt Vietinghoff ein. Den Sachkundenachweis Pflanzenschutz haben in diesem Jahr insgesamt 1.827 Beschäftigte aus Landwirtschaft, Gartenbau und dem kommunalen Bereich abgelegt.

Zur Kontrolle der EU-weit geregelten gesetzlichen Standards der Pflanzengesundheitskontrolle sowie der Schaderregerüberwachung wurden im Labor des Pflanzenschutzdienstes nahezu 24.000 Pflanzenproben untersucht, auf 227 Flächen erfolgen 2.059 Überwachungsmaßnahmen zu 49 Schadorganismen, z. B. dem Rapserdfloh und dem Mehltau in Winterweizen. Die Ergebnisse münden in Handlungsempfehlungen für die Unternehmen.