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Pflanzenschutz: Wichtiger Schritt in der Forschung

Für den Pflanzenschutz ist vielleicht ein wichtiger Schritt gelungen. Wissenschaftler der BASF und der Universität Göttingen haben ein neues Zielprotein für Insektizide gefunden. In Zukunft könnten durch die Entdeckung Landwirtschaft und Gartenbau besser auf Resistenzen von Schädlingen reagieren.

Vielleicht ist die Entdeckung des Zielproteins ein Schritt für den Pflanzenschutz gegen die Weiße Fliege. Foto: red

Dabei konzentrierte sich die wissenschaftliche Studie auf die Insektizide Pymetrozine und Pyrifluquinanzon.

Bessere Beratungsleistung in Sachen Pflanzenschutz?

Die beiden Insektizide stören den Bewegungsapparat und die Nahrungsaufnahme von Insekten. Dabei gelten die Wirkstoffe besonders gegen Mottenschild- und Blattläuse wirksam. Von der Entdeckung des Zielproteins verspricht sich die Pflanzenschutzindustrie eine bessere Beratungsleistung anbauender Betriebe in Landwirtschaft und Gartenbau.

„Beispielsweise sollten wir Felder nicht nacheinander mit diesen beiden Substanzen behandeln. Je mehr diese Wirkstoffe an einem Ort versprüht werden, umso schneller entwickeln die Insekten eine Resistenz. Die Ergebnisse helfen uns dabei, die Insektizide zielgerichteter und nachhaltigerer einzusetzen“, stellt Dr. Vincent Salgado, Biologe BASF Crop Protection, fest.

TRPV-Ionenkanalkomplex als Zielprotein

Die Wissenschaftler identifizierten einen neuen TRPV-Ionenkanalkomplex als Zielprotein der beiden Wirkstoffe. Insekten verfügen über zwei TRPV-Kanäle, die zusammen in bestimmten Dehnungsrezeptoren in Gelenken vorkommen, zum Beispiel in der Antenne und den Beinen. Durch mechanische Reize sorgen diese Dehnungsrezeptoren für Gleichgewicht, Gehör und Koordination. (ts)