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Pflanzenschutzmittel: Zonale Zulassung steckt fest

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Jens Stechmann, Vorsitzender des Bundesausschusses Obst und Gemüse, hielt auf der Herbstsitzung der Land- und Ernährungswirtschaft fest, dass die Hoffnungen in die Zonale Zulassung von Pflanzenschutzmitteln bisher enttäuscht wurden. Seiner Ansicht nach fehlt es an Harmonisierungsschritten und die Abstimmung zwischen den Zulassungsbehörden der Mitgliedsstaaten funktioniert nicht.

Foto: Nach Ansicht des Bundesausschusses Obst und Gemüse gibt es noch viele Baustellen für eine funktionierende Zonale Zulassung von Pflanzenschutzmitteln. Foto: Fotolia Kara

Zonale Zulassung: Unter Behörden fehlt es an Vertrauen

Zwischen den Zulassungsbehörden der einzelnen Mitgliedsstaaten für Pflanzenschutzmittel fehle es an gegenseitigem Vertrauen. Außerdem gebe es keine einheitlichen Kriterien bei den Datenanforderungen, den Bewertungsgrundsätzen und den Risikomanagementmaßnahmen. Auch bei den Anwendungsbestimmungen, Anwendungsgebieten und Kulturbäumen müssen einheitliche Grundlagen herrschen, damit die Zonale Zulassung funktioniert.

Situation bei der Zulassung von Insektiziden stimmt besorgt

Besorgt zeigten sich die Mitglieder auch über die zukünftige Situation bei der Zulassung von Insektiziden. Hier würden die Zulassungshürden, insbesondere aufgrund des Natur- und Umweltschutzes, mittlerweile so hoch gelegt, dass für immer weniger Insektizide in Zukunft überhaupt noch eine Zulassung zu erwarten ist.

Bezüglich der Kirschessigfliege erwarten die Mitglieder des Bundesausschusses Obst und Gemüse auch für 2016 die uneingeschränkte Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und der Zulassungsbehörden, wenn es um die Bekämpfung des aus Asien eingeschleppten gebietsfremden Schädlings in Deutschland gehe.