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Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln rückläufig

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Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2019“ veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln weiter gesunken sei.

Der rückläufige Trend bei Rückständen von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln hält laut BVL weiter an. Foto: Magda Ehlers/ Pexels

8,1 Millionen Analyseergebnisse als Grundlage

Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln gelten in Deutschland und der EU besondere Richtlinien. Das hat zur Folge, dass sich der seit Jahren erkennbare rückläufige Trend bei Rückständen von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln weiter fortsetzt und nochmals gesunken sei. Dem vorliegenden Bericht liegen insgesamt 8,1 Millionen Analyseergebnisse aus 20.283 Lebensmittelproben der amtlichen Lebensmittelüberwachung des Jahres 2019 zugrunde. Kontrolliert wurde dabei auf 1.018 Wirkstoffe und Metabolite. Der Rückgang sei darauf zu begründen, dass eine ordnungsgemäße Anwendung der Pflanzenschutzmittel zu erwarten sei, heißt es.

Kaum Rückstände in Obst und Gemüse

Häufig verzehrte Lebensmittel wie Karotten, Tomaten, Äpfel und Kartoffeln wiesen laut BVL-Bericht kaum oder gar keine Überschreitungen der gesetzlichen Rückstandshöchstgehalte auf. Gleiches gelte auch für saisonale Erzeugnisse wie Pfirsiche, Aprikosen und Spargel. Die meisten Überschreitungen wurden bei Granatäpfeln (15,5 %), schwarzem und grünem Tee (9,8 %) sowie bei Bohnen mit Hülsen (6,8 %) gefunden. Insgesamt kann ein rückläufiger Trend bei Lebensmitteln mit EU-Herkunft erkannt werden. In 1,0 % der untersuchten Lebensmittel mit Herkunft aus Deutschland konnten im Jahr 2019 Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte festgestellt werden (2018: 1,3 %). Bei Lebensmitteln aus anderen EU-Staaten lag die Quote der Überschreitungen geringfügig höher bei 1,3 % (2018: 1,5 %).

Rückstände in Lebensmitteln aus Nicht-EU-Staaten höher

Anders sieht es bei aus Nicht-EU-Staaten importierten Lebensmitteln aus, doch auch hier sei ein rückläufiger Trend zu erkennen. Im Jahr 2019 sank die Quote spürbar auf 6,5 %, wo sie im Jahr zuvor noch deutlich höher lag (2018: 8,8 %). Dennoch waren die meisten Lebensmittel aus Nicht-EU-Staaten wie Äpfel, Kartoffeln, grüner Salat und Tomaten auch im Jahr 2019 nur gering belastet. Quoten von 15 % und mehr bei der Überschreitung des Rückstandshöchstgehaltes wurden zumeist nur bei wenigen Produkten wie Guaven, Granatäpfeln, Okras, Passionsfrüchten (Maracujas) und Kaktusfeigen festgestellt. Die komplette „Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2019“ kann hier in der Kurzfassung, sowie komplett heruntergeladen werden.

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