Pflanzenschutztipp: Nager-Schäden an Nadelgehölzen

Veröffentlichungsdatum:

Unter anderem Feldmäuse können Gehölze durch intensives Nagen an der Rinde schädigen und im Extremfall zum Absterben bringen. Foto: Pixabay

Wühlmaus, Schermaus, Feld- oder Rötelmaus haben mit Befallsausbreitung begonnen. Aktuelle Beobachtungen des Pflanzenschutzdienstes am Niederrhein zeigen erste Schäden in Nadelholzquartieren.

Nadelgehölze können durch intensive Nagetätigkeit absterben

Häufig treten Schäden an der Rinde im unteren Stammbereich von Kulturpflanzen durch intensive Nagetätigkeit der Tiere auf: Die Rinde wird in zehn bis 20 Zentimetern Höhe über dem Wurzelhals geringelt oder einseitig abgeschält. Im Extremfall können Pflanzen absterben.

Bei leichtem Befall kann die Ansiedlung von Greifvögeln durch das Aufbauen von Sitzstangen helfen. Bei starkem Befall sind zur Bekämpfung verschiedene Präparate auf der Basis von Zinkphosphid zugelassen.

Die Anwendungsvorschriften sind zur Vermeidung von Schädigungen anderer Organismen unbedingt einzuhalten. Die Präparate müssen für Wild und Vögel unzugänglich tief in die Löcher eingebracht werden. Während der täglichen Kontrolle des Befalls sollten alle Löcher zugetreten werden, um neue Aktivitäten überwachen zu können.

Pflanzenschutz-Präparate gegen Schermäuse & Co.

Gegen Schermäuse können unter anderem folgende Präparate eingesetzt werden:

  • Phostoxin Tabletten (Aluminiumphosphid)
  • Quiritox Wühlmausblock (Zinkphosphid)
  • Prontox Wühlmausgas (Begasungsmittel, Calciumcarbid)

Die vollständige Tabelle mit Präparaten zur Bekämpfung von Erd-, Feld- und Schermaus in Nadelholzquartieren können Sie hier als PDF downloaden.

Cookie-Popup anzeigen