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Phalaenopsis: Weg für Export nach Mexiko frei

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Phalaenopsis aus Deutschland können ab sofort auch nach Mexiko exportiert werden. Allerdings gelten für die Pflanzen einige Einfuhr-Anforderungen. So müssen die Orchideen beispielsweise frei von dem Bakterium Acidovorax cattleyae und verschiedenen Mottenarten sein, um die mexikanische Grenze passieren zu dürfen.

Phalaenopsis gehören zu den beliebtesten blühenden Zimmerpflanzen. Foto: Pixabay

Wunsch aus der Grünen Branche nach Marktöffnung für Mexiko

Besonders südamerikanische und asiatische Staaten, aber auch die USA gestatten die Einfuhr von Pflanzen erst dann, wenn sie die möglichen phytosanitären Risiken untersucht und auf dieser Grundlage konkrete Einfuhr-Anforderungen bestimmt haben – so auch Mexiko. Da in der Grünen Branche der Wunsch nach einer Marktöffnung für dieses Land bestanden habe, hatte sich der Bundesverband Zierpflanzen (BVZ) nach eigener Aussage entsprechend dafür eingesetzt.

In der Folge wurden mit Mexiko die Erfordernisse für den Import von Phalaenopsis aus dem Bundesgebiet ausgehandelt. Dieses Verfahren wurde dem Bundesverband Zierpflanzen zufolge  in Kooperation von Julius Kühn-Institut (JKI) und Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) umgesetzt und vom BVZ als Branchenverband begleitet. Unter anderem musste das JKI hierfür umfangreiche Dossiers erarbeiten, in denen die in der Bundesrepublik Deutschland als Exportland vorkommenden Schadorganismen und deren Bekämpfung festgehalten sind.

Einfuhr-Anforderungen für Phalaenopsis nach Mexiko veröffentlicht

Die auf Basis dieses Prozesses festgelegten Einfuhr-Anforderungen für Phalaenopsis nach Mexiko wurden nun neu in die mexikanische Datenbank aufgenommen und veröffentlicht – was einer Marktöffnung gleich komme und den Export von Orchideen aus Deutschland jetzt möglich mache.

Dank des Engagements der Behörden konnte dieses sehr aufwendige Verfahren pragmatisch durchgeführt werden, wie Matthias Bremkens, Vorsitzender des Bundesverbands Zierpflanzen (BVZ) und des Verbands Deutscher Orchideenbetriebe (VDOB) im Zentralverband Gartenbau (ZVG), erklärt. „Wir freuen uns, dass diese große Hürde genommen wurde und jetzt ein neuer Markt in Südamerika erschlossen werden kann“, so Bremkens.

Orchideen-Sendungen müssen frei von bestimmten Schadorganismen sein

Zu den nun festgelegten Einfuhr-Anforderungen für den Export von Phalaenopsis aus Deutschland nach Mexiko gehört unter anderem, dass die jeweilige Warensendung von der nationalen Pflanzenschutz-Behörde untersucht wurde und nachweislich von den Mottenarten Clepsis spectrana und Duponchelia fovealis, vom Gefurchten Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus) und der Orchideenspinnmilbe (Tenuipalpus pacificus) frei sein muss. Außerdem muss durch Laboruntersuchungen nachgewiesen werden, dass die verschickten Phalaenopsis frei von dem das auf Orchideen braune Flecken verursachenden Bakterium Acidovorax cattleyae sind.

Die kompletten Einfuhr-Anforderungen für den Export von Phalaenopsis aus Deutschland nach Mexiko können als PDF in englischer Sprache auf der Website des Julius Kühn-Instituts abgerufen werden.

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