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Pilotprojekt Gemüsebau: fitte Köpfe als Gärtner-Nachwuchs gesucht

15 Schüler haben bei einem Pilotprojekt einen intensiven Einblick in den Beruf des Gärtners, Fachrichtung Gemüsebau, erhalten. „Das Schülerprojekt Gemüsebau soll den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern“, erklärte Horst Krehn, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth (AELF), anlässlich des Projektabschlusses im AELF. 

In einem Zeitraum von sechs Wochen hatten 15 Mittelschüler der Klassen 7 und 8 in einem Nürnberger Gartenbaubetrieb im Anbaugebiet Knoblauchsland alle Arbeiten kennen gelernt, die beim Salatanbau anfallen. An fünf Tagen pflanzten, pflegten und ernteten sie den Salat. Höhepunkt war der eigenhändige Verkauf der Ernte vor der Nürnberger Lorenzkirche. Mehrere Schüler können sich nach dieser Praxiserfahrung vorstellen, nach der Schule den Beruf des Gärtners zu ergreifen.

Das AELF hatte das Projekt als Kooperationspartner begleitet. Andreas Schmitt, Lehrer in der Meisterschule für Gemüsebau, wies die Jugendlichen auf die Berufsaussichten als Gärtner hin. „Regional, aber auch überregional suchen Gemüsebaubetriebe dringend Fachkräfte. Gärtner ist ein Beruf mit großen Chancen“, betonte er. Das hänge mit dem Wandel der Betriebe zusammen, sie würden größer und spezialisierter. „Fitte Köpfe werden gesucht“, machte Schmitt den Schülern Mut.

Renate Schöniger, Ausbildungsberaterin beim AELF, informierte die Schüler über die Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Gärtner. Dazu zählten der Schulabschluss, handwerkliches Geschick, Belastbarkeit, aber auch kaufmännisches und technisches Verständnis. „Und natürlich solltet ihr gerne im Freien arbeiten“, rief Schöniger den Schülern zu.

Gärtnermeister Jochen Haubner, der die Jugendlichen in seinem Familienbetrieb betreut und angeleitet hatte, freute sich über den erfolgreichen Abschluss des Projekts. Die Schüler hätten einen realistischen Einblick in den Gärtnerberuf erhalten und „jedes Wetter kennen gelernt“. Um das Projekt für die Schüler besonders interessant zu machen, hatte Haubner mit ihnen neue Salatsorten angebaut.

Unterstützt wurde das Schülerprojekt durch den Verband der Gärtnermeister im Knoblauchsland. „Wir wollten neue Wege gehen, um Schüler für den Beruf zu interessieren“, sagte Birgit Meier, erste Vorsitzende des Verbandes. Organisiert wurde das Projekt durch das in Fürth ansässige Institut Dr. Bauer und das AELF. Finanziert wurde das Projekt je zur Hälfte aus bayerischen Haushaltsmitteln und von der Agentur für Arbeit Nürnberg.  

Das Schülerprojekt Gemüsebau fand in dieser Form erstmals statt und soll nach den guten Erfahrungen voraussichtlich im kommenden Jahr wiederholt werden.(aelf/ts)