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Plantion: Preise steigen langsam

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Heiße Sommertage und Trockenheit bestimmten auch im August weitgehend das Geschäft, meldet der Vermarkter Plantion im niederländischen Ede. Entsprechend der mangelnden Verfügbarkeit mancher Produkte beginnen die Preise jetzt langsam zu steigen.

Weil viele Blumen und Pflanzen nicht verfügbar oder nur begrenzt lieferbar sind, beginnen die Preise wieder zu steigen. Foto: Plantion

Heißes Wetter, keine Nachfrage, keine Abnehmer

Es war warm, blieb warm und dann wurde es wieder heiß – so beschreibt Plantion den Wetterverlauf. Bei so viel Vehemenz des Sommers in Kombination mit den Schulferien waren alle Bemühungen um mehr Absatz vergebens, resümiert der Vermarkter.

Die Verbraucher hielten sich meist nicht zu Hause auf, deshalb fielen die Preis zunächst mangels Nachfrage in den Keller. Es fanden sich im Handel keine Abnehmer, unverkäufliche Ware war an der Tagesordnung, so Plantion. Die Produzenten waren vollauf mit dem Gießen beschäftigt. Sie konnten sich kaum mit der Ernte der abreifenden oder auch schon vertrocknenden Blumen und Pflanzen beschäftigen.

Kurz gesagt: lange Tage harter Arbeit im August, die zusätzliche Kosten verursachen und wobei nur wenig Geld zu verdienen ist, wie Plantion es auf den Punkt bringt.

Das Angebot ist dürftig, die Preise steigen

Jetzt, wo die brütende Sommerhitze erst einmal vorbei ist, lässt sich bemerken, wie die Preise stark ansteigen, so der Vermarkter. Eine ganze Reihe von Produkten sei nicht verfügbar oder nur begrenzt lieferbar. Viele Blumen, die für September und Oktober gedacht waren, wurden bereits geerntet oder sind aufgrund von Vertrocknungen nicht lieferbar. Das Angebot ist entsprechend dürftig, die Preise dafür recht gut.

Diejenigen, die in der Lage waren, ihre Produktion einigermaßen attraktiv zu halten, können einige der erlittenen Schäden jetzt wieder durch höhere Preise ausgleichen. Für diejenigen, die keine Schnittblumen oder Topfpflanzen mehr anliefern können, sei es besonders bitter, bedauert Plantion. Die Preise für Topfpflanzen sind in der Regel als gut zu bezeichnen.

Nachfrage nach Gartenpflanzen und Gehölzen steigt

Auch Gartenpflanzen sind knapp, die Nachfrage ist größer als das Angebot. Weil Gartencenter einen zusätzlichen Druck auf den Markt vom Topfpflanzen ausüben. Denn sie ersetzen die Schäden, die durch die Dürre in den Privatgärten repariert werden müssen.

Es wird allgemein erwartet, dass die Nachfrage nach Bäumen und Sträuchern in den kommenden Monaten groß sein wird. Denn viele Hecken, auch Koniferen-Hecken, Sträucher und Stauden sind in den Gärten der Privatleute vertrocknet. Auch professionelle Gärtner, Landschaftsgestalter und der GaLaBau haben Einbußen zu verzeichnen und vertrocknete Pflanzen zu ersetzen, so Plantion, mehr als in anderen Jahren.

Pflanzen-Arrangements und typische Herbstprodukte beliebt

Im August lag auch im Vermittlungsgeschäft der gesamte Handel aufgrund der Ferientage und des sehr warmen Wetters auf einem niedrigen Niveau. Beispielsweise stand der Abverkauf von Kugelchrysanthemen unter Druck. Ende August stieg die Nachfrage dann, aber das Angebot war nicht mehr ausreichend. Dadurch sind Verknappung und Engpässe entstanden.

Zurzeit werden typische Herbstprodukte wie Calluna, Gaultheria und Hebe bei Plantion angeliefert. Es bestehe eine große Nachfrage nach diesen Produkten, so der Vermarkter. Bei den Zimmerpflanzen sei momentan zu bemerken, dass Pflanzen-Arrangements, Orchideen und Kalanchoe recht beliebt seien und gut nachgefragt werden.