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Poinsettien: Pinzieren bringt Alternativen zum Standard

Produktdifferenzierung heißt das Schlüsselwort, wenn sich der Poinsettien-Produzent von der Masse abheben möchte. Viele Gärtner scheuen aber die notwendige Mehrarbeit für das Formieren von Pyramiden oder Hochstämmchen. Bei Versuchen an der LVG Ahlem stand deshalb das späte Pinzieren im Mittelpunkt. Der Versuch sollte klären, ob sich durch spätes Pinzieren bei ähnlichem Arbeitsaufwand wie für einen Standard-Mehrtrieber ein verkäufliches, besonderes Produkt erzielen lässt. Die LVG kam zu dem Ergebnis, dass spätes Pinzieren durchaus eine Möglichkeit ist, um mit wenig Arbeitsaufwand eine Poinsettie zu bekommen, die sich vom Standard-Mehrtrieber unterscheidet. Generell scheinen aber nicht alle Sorten dafür geeignet zu sein. Von den sieben geprüften Sorten sind 'Olymp', 'Jester Red', 'Lemon Snow' und 'Freedom Salmon' für dieses Kulturverfahren zu empfehlen. Abzuraten ist von einem Pinziertermin in Woche 38, also neun Wochen nach dem Topftermin. Diese Variante führte zwar im einstrahlungsreichen Herbst 2004 zu guten Pflanzenqualitäten, das Risiko, bei geringerer Einstrahlung im Herbst nicht vermarktungsfähige Pflanzen zu erhalten, ist jedoch zu groß.