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Positive Entwicklung: 2. Konjunkturprogramm wird "auftragswirksam"

Dieses Jahr wird nach Ansicht des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wesentlich von den Auswirkungen der konjunkturellen Maßnahmen der Bundesregierung und den positiven Entscheidungen für den Bau im Zusammenhang mit dem Ende Dezember verabschiedeten Bundeshaushalt 2010 geprägt sein.

Wie der für die Haushaltsfragen zuständige Abteilungsleiter im Ministerium, Robert Scholl, im Vorfeld der Baufachmesse Deubau 2010 in Essen erläuterte, werden die konjunkturellen Stützungsmaßnahmen in diesem Jahr ihre höchste Wirkung entfalten. Motor einer positiven baukonjunkturellen Entwicklung könnten einmal die Investitionen in Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sein, ebenso auch Investitionen in die energetische Sanierung des Wohnungsbestandes und des kommunalen Gebäudebestandes.

Der überwiegende Teil des so genannten 2. Konjunkturpaketes mit Gesamtinvestitionen in Höhe von mehr als 13 Milliarden Euro werde im Jahr 2010 auftragswirksam, so Scholl. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit liege bei Baumaßnahmen an Schulen und schulischen Einrichtungen, weiterhin bei Modernisierungsmaßnahmen an Kindergärten und schließlich bei Maßnahmen an Sportstätten und Krankenhäusern. Positiv sieht er auch den öffentlichen Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur mit einem Plus der Investitionen um rund zehn Prozent.

Eher vorsichtiger Optimismus ist nach Ansicht des Ministeriums im Blick auf die Neubauentwicklung im Wohnungsbau angezeigt. Der Wohnungsbau werde auch 2010 außerordentlich stark von Bestandsmaßnahmen, insbesondere zur Verbesserung der ener-getischen Qualität geprägt sein. Künftig müsse allerdings, so Scholl, auch der Wohnungsneubau, vor allem in Form des Ersatzwohnungsbaus, wieder verstärkt ins Blickfeld rücken. Gerade der Ersatzbedarf für Gebäude aus den 50er und 60er Jahren sei enorm hoch.

Daneben dürfte aber auch der Mietwohnungsneubau wieder an Bedeutung gewinnen. Die sich inzwischen abzeichnende Wohnungsknappheit vor allem in den Ballungsräumen dürfte da-für ausschlaggebend sein. Der Neubaubedarf wird sich nach Ansicht des Ministeriums im kommenden Jahrzehnt auf mindes-tens rund 300.000 Einheiten belaufen. In Deutschland würden derzeit im Blick auf diese Zahl eindeutig zu wenig Wohnungen neu gebaut.

Einer der Schwerpunkte ist unter anderem der Neubau seniorengerechter Wohnungen.