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Preis für Bestattungsgärten Köln: „Das Gewöhnliche zum Außergewöhnlichen gemacht”

Der Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ prämiert 2013 wegweisende Impulse für die Städte und Gemeinden der Zukunft – in diesem Jahr unter dem Motto „Ideen finden Stadt“. Zu den Preisträgern zählt die Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner mit ihrem Projekt Bestattungsgärten Köln. 

Terfrüchte: Friedhofsgärtner können stolz auf diese Auszeichnung sein. Werkfoto

„Wir haben das Gewöhnliche zum Außergewöhnlichen gemacht”, sagt Josef F. Terfrüchte, Geschäftsführer der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner. Friedhofsflächen entwickeln sich so zu gut gepflegten, öffentlich zugänglichen Parkflächen, die Atmosphäre bieten und zum Spazieren einladen, das urbane Leben so erhalten. Sie sind intensiv gärtnerisch gestaltet und gepflegt wie kaum ein anderer Park in der Stadt.

In Köln und Bergisch Gladbach gibt es inzwischen zehn Bestattungsgärten der Genossenschaft, zwei weitere sind in Planung. Die sieben Kölner Felder haben bereits 207 Sarg- und 769 Urnenstellen.

Gefragt bei dem Wettbewerb von Bundesregierung und Wirtschaftspartnern waren gute Ideen aus allen Regionen Deutschlands, die bereits heute zeigen, welche Antworten es auf die Herausforderungen von morgen gibt. Eine hochkarätige Jury wählte die besten 100 Ideen und Projekte aus Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Umwelt, Bildung und Gesellschaft, die einen nachhaltigen Beitrag für die Stadt der Zukunft liefern.

In der Kategorie Kultur wertete die Jury, dass aus Friedhöfen idyllische Gärten werden, die das Stadtbild nachhaltig bereichern. Dabei werden Grabstätten in eine parkähnliche Gesamtanlage eingebettet, ohne dass Abgrenzungen erkennbar sind. Die Parks laden zum Verweilen ein und tragen so zu einem selbstverständlicheren Umgang mit dem Thema Tod bei. Zudem sind sie pflegeleichter und kostengünstiger als klassische Friedhöfe.

Im November werden die Auszeichnungsurkunden des Bundespräsidenten vom Kölner Oberbürgermeister überreicht. (fri)