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Preissteigerungen für Endverbraucher erwartet

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Die Branchenverbände BHB, IVG und HHG haben in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass steigende Preise bei Gartenzubehörprodukten für Endverbraucher erwarten. Hintergrund der Befürchtung seien Lieferengpässe, Preisanstiege bei Rohstoffen, sowie das Fehlen von ausreichend Leercontainern beim Import von Waren.

Endverbraucher werden sich bei vielen Gartenmarkt-Produkten auf signifikante Preissteigerungen einstellen müssen. Foto: Green Solutions

Preissteigerungen sämtlicher Rohstoffe

Es seien deutliche Preissteigerungen zu erwarten, die auch Endverbraucher zu spüren bekommen werden, heißt es seitens des Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), des Herstellerverbands Haus & Garten (HHG) und des Industrieverbands Garten (IVG). Derzeit steigen die Rohstoffpreise aufhältlich in sämtlichen Bereichen. Sowohl bei den Industriemetallen wie Kupfer, Platin, Eisenerz oder Zinn und auch bei Ausgangsstoffen zur Herstellung von Kunststoffen entwickeln sich die Preise derzeit nur in eine Richtung. Auch Holz und Holzprodukte steigen rasant in der Preisentwicklung. Das hat zur Folge, dass auch die Produktionskosten ansteigen, was wiederum einen Preisanstieg der Verbraucherpreise in allen Sortimentsbereichen der Baumarkt- und der Gartenbranche habe.

Kein Ende der Materialengpässe abzusehen

Zudem sei auch kein Ende von Materialengpässen in Sicht. Nach wie vor steht nur ein begrenztes Kontingent an leeren Containern zur Verfügung, was die Preisspirale dementsprechend beeinflusst (TASPO Online berichtete). Bereits im Dezember vergangenen Jahres befürchtete der IVG daher signifikante Preiserhöhungen, die sich nun allen Anschein nach in die Realität umsetzen werden. Für viele Unternehmen der Branche sei allerdings die Sicherstellung ihrer Lieferfähigkeit von größter Priorität. Um weiterhin wirtschaften zu können, sehen sich viele Unternehmen daher gezwungen, ihre Preise ihrer Produkte, die von der Rohstoffverknappung betroffen sind, letztendlich nach oben hin anzupassen.

„Keine andere Möglichkeit, Kostensteigerungen zu kompensieren“

„Viele unserer Mitgliedsunternehmen sind auf die Rohstoffe beziehungsweise Folgeprodukte aus den Rohstoffen angewiesen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die extreme Steigerung der Rohstoffpreise zu akzeptieren“, sagt Anna Hackstein, Geschäftsführerin beim IVG. „Auch die Mitglieder im Herstellerverband Haus & Garten bleiben von diesen massiven Rohstoffpreiserhöhungen nicht verschont und sehen keine Möglichkeit, diese außergewöhnlich hohen Kostensteigerungen zu kompensieren“ fügt HHG-Geschäftsführer Ralf Rahmede hinzu. „Wir erwarten in den nächsten Monaten eine deutliche Erhöhung der Endverbraucherpreise, da die corona-bedingte Kostenentwicklung mittlerweile alle Hersteller im Wettbewerb auf breiter Front gleichermaßen erfasst hat.“ Und auch BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst bekräftigt: „Natürlich können sich auch die Bau- und Gartenfachmärkte nicht gänzlich von dieser Entwicklung abkoppeln. Diese kommt für unsere Handelsmitglieder nach der erzwungenen monatelangen Schließung bei weiterlaufend hohen Kostenblöcken zur absoluten Unzeit. Allerdings ist die DIY-Branche traditionell sehr preisbewusst und wird weiterhin Wege finden, den Kunden die Waren zu vergleichsweise attraktiven Preisen anzubieten. Dass diese allerdings in Teilen Preiserhöhungen werden akzeptieren müssen, scheint angesichts der aktuellen Situation unausweichlich“, so Wüst.

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