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Probleme beim Einsatz von Pflanzenöl in Traktoren

Die technischen Probleme beim Einsatz von reinem Pflanzenöl als Kraftstoff in Traktoren sind nach wie vor nicht gelöst. Das ist bei dem zweiten Statusseminar zum „100-Traktoren-Demonstrationprojekt“ des Bundeslandwirtschaftsministerium deutlich geworden, das die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) in Braunschweig veranstaltete. Wie aus den begleitenden wissenschaftlichen Untersuchungen der Universität Rostock hervorgeht, arbeiten von den 111 Traktoren, die im Rahmen des im Jahr 2001 begonnenen Vorhabens auf Pflanzenölbetrieb umgerüstet wurden, bislang lediglich 30 ohne Störungen. 35 Traktoren wiesen geringfügige Störungen mit Kosten von weniger als 1000 Euro auf. Bei 36 Zugmaschinen kam es zu Schäden von jeweils unter 2000 Euro, bei zehn Fahrzeugen sogar zu schweren Störungen mit Kosten von jeweils mehr als 15000 Euro. Als zentrales Problem erweist sich nach wie vor die Qualität des eingesetzten Pflanzenöls. „Wir sehen bei der Qualitätssicherung den größten Handlungsbedarf“, erklärte der Geschäftsführer der FNR, Dr. Andreas Schütte. Ziel müsse ein standardisierter Kraftstoff sein, der die technischen Anforderungen erfülle. Parallel dazu müssten die bestehenden Ansätze zur Normung von Pflanzenölkraftstoffen vorangetrieben werden.