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Probleme und Fragen bei der Verwendung von Folie

Der Trend bei der Verwendung von Kunststoff-Gewächshäusern gehe eindeutig von den Folientunneln mehr und mehr zu hochwertigen Folienhäusern, sagte Burkhard von Elsner von der Leibniz Universität Hannover bei der GKL-Tagung. Sie bieten den Produzenten mehr Qualität, bieten Vorteile in der Arbeitswirtschaft und lassen eine bessere Klimaregelung zu, sagte er. Nach den letzten Zahlen von 2002 gibt es in Deutschland etwa 950 Hektar Anbaufläche in Foliengewächshäusern. Zum Vergleich: Weltweit sind es 2,2 Millionen Hektar, wovon China allein 1,5 Millionen Hektar belegt. In Deutschland gibt es weiterhin etwa 1.500 Hektar unter niedrigen Folien sowie 2.500 Hektar unter Mulchfolien. Von Elsner berichtete von speziellen Problemen, die bisher aufgetreten sind, beispielsweise Nebel unter Antitaufolie bei direkter, höherer Einstrahlung, nicht jedoch bei bedeckten Himmel. Und dies vornehmlich bei Gurken- und Tomatenkulturen in geschlossenem, unbeheizten Folienhaus. Seiner Erklärung nach liegt das an der höheren (bis 16 Prozent) Solarstrahlungsdurchlässigkeit bei Antitaufolie im Vergleich zu Standardfolie. Bei Sonnenaufgang werden die Stomata geöffnet, und mit zunehmender Einstrahlung steigt die Pflanzenverdunstung, die relative Luftfeuchte und die Kondensation an der Folie. Die Folientemperatur steigt über die Taupunkttemperatur und entfeuchtet dann nicht mehr. Die Blatttemperatur steigt leicht über Raumlufttemperatur, und die Pflanzen pumpen weiterhin Wasserdampf in die gesättigte Luft. Es kommt dann zur Kondensation in der kälteren Luft mit Nebelbildung. Als Lösung riet er, zu warten bis die Raumlufttemperatur durch Sonneneinstrahlung angehoben wird und der Nebel verschwindet oder aber zu lüften. Eine Frage, die immer wieder auftaucht, ist die optimale Folienkissendicke bei aufgeblasenen Doppelfolien für den besten Wärmeschutz. Die Dicke variiert abhängig vom Folienmaterial und Foliendicke, der Folienspannung beim Aufziehen und durch Ventilatordruck, vom Kriechen des Folienmaterials und der Umgebungstemperatur. Bei geringer Luftschichtdicke wird die Wärme von Molekül zu Molekül geleitet, erklärte von Elsner. Bei zunehmender Luftschichtdicke wird die Wärme verstärkt durch die Luftströmung transportiert. Die Stärke der Luftströmung ist abhängig von der Luftschichtdicke und der Temperaturdifferenz der begrenzenden Flächen. Der konvektive Wärmedurchlass ist abhängig von der scheinbaren Wärmeleitung und der Luftschichtdicke. Sein Rat ist, möglichst eine Luftschichtdicke von rund fünf Zentimetern anzustreben.