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"Prognose 2005" für den mittleren hessischen Zierpflanzenbetrieb: Ein Prozent mehr Umsatz, stagnierender Gewinn

Der durchschnittliche hessische Zierpflanzenbaubetrieb hatte im Jahr 2005 fast gleiche Betriebsergebnisse wie im Jahr zuvor. Dies geht aus der von Steuerberater Horst-Dieter Riepe beim Hessischen Gartenbautag in Friedberg vorgestellten, auf den aktuellen Buchführungsdaten von 20 Betrieben basierenden "Prognose", hervor. Demnach stieg der Umsatz (Betriebsertrag) des durchschnittlichen Zierpflanzenbaubetriebs in Hessen um rund ein Prozent auf 340 000 Euro. Die "Sonstigen Erträge" sanken aber von 13 000 auf 9 000 Euro. Der Gewinn wird sowohl für 2004 als auch für 2005 auf 30 000 Euro beziffert. Er machte in beiden Jahren gut neun Prozent des Umsatzes aus. Leicht rückläufig - nämlich von 44 000 auf 42 000 Euro - war der aus Gewinn plus Afa zusammengesetzte Cash-Flow. Bei den Betriebsausgaben treten leichte Veränderungen zu Tage. Zwar blieb der Materialaufwand mit 155 000 Euro - dies entspricht rund 46 Prozent des Betriebsertrags - genau auf Vorjahresniveau. Der Personalaufwand reduzierte sich dagegen von 75 000 auf 71 000 Euro, also von 22 auf 21 Prozent des Umsatzes. Auch bei den Abschreibungen gab es einen leichten Rückgang (von 14 000 auf 12 000 Euro). Dem steht ein Anstieg beim Betriebsaufwand von 66 000 auf 70 000 Euro sowie bei den Zinsen von 8 000 auf 9 000 Euro gegenüber. Der höhere Betriebsaufwand gegenüber 2004 dürfte vorrangig auf die gestiegenen Heizkosten zurückzuführen sein. Der Saldo aus dem durchschnittlichen Entnahmen und Einlagen je Betrieb betrug 2005 etwa 46 000 Euro (58 000 Euro Entnahmen bei 12 000 Euro Einlagen).

Wie Riepe erwähnte, konnten die Betriebe angesichts des stagnierenden Gewinns ihre Eigenkapitalentwicklung im Jahr 2005 erneut nicht verbessern. Etwa die Hälfte der Betriebe weise eine Unterbilanz aus, sei also bilanziell überschuldet.