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Projekt „Moosweit“: neue Flächen in Ramsloh

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Noch einmal um neun Hektar erweitern konnte das Werk „MoKuRa“ (Moorkultur Ramsloh) seine Sphagnum-Farming-Fläche in Hankhausen bei Rastede. Es verfügt dadurch mit seinen insgesamt rund 13 Hektar über die größte zusammenhängende Sphagnum-Farming-Fläche weltweit.

Silke Kumar auf der Sphagnum-Farming-Fläche. Foto: Moorkultur Ramsloh

Ausweitung der Gewinnung von Torfmoos: EU-Förderpolitik größte Hürde

Die größte Hürde für eine Ausweitung der Sphagnum-Aktivitäten ist derzeit die gemeinsame Agrar-Förderpolitik der EU, erläutert Silke Kumar vom Floragard Gesellschafterwerk Moorkultur Ramsloh. Denn die Torfmooskultivierung wird nach geltenden Definitionen als Grünlandumbruch angesehen, weshalb eine Sondergenehmigung für die Umwandlung von Grünland in Torfmooskulturen nötig ist.

Die abnehmende Flächenverfügbarkeit und der damit zusammenhängende Preisanstieg haben es im Zuge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für das Torfwerk Moorkultur Ramsloh zusätzlich erschwert, entsprechende Flächen zu sichern.

Kumar unterstützt Forschung zur Kultivierung von Torfmoosen

Zusammen mit ihrem Bruder Gunnar Koch unterstützt Silke Kumar die Forschung rund um die Kultivierung von Torfmoosen seit über zehn Jahren. Die nun erweiterten Flächen ermöglichen, so sagt sie, auf den verschiedenen Feldern auch die Biodiversität und Klimabilanz einer solchen Fläche zu prüfen. „Das ist bei kleineren Flächen nicht möglich“, so Kumar.

Das umrahmende Projekt „Moosweit“ wird im Rahmen des Programms „Klimaschutz durch Moorentwicklung“ vom Land Niedersachsen, der EU sowie dem Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert und zahlt sich bereits aus.

Ausbringen der Torfmoose mit eigenem Saatgut realisiert

„Das Ausbringen der Torfmoose können wir mit unserem eigenen Saatgut realisieren, ohne dass dies erworben oder extern entnommen werden muss. Zusätzlich werden wir in wenigen Jahren mehr Mengen ernten, sodass wir wiederum mehr Mengen für Versuchsreihen im Substratbereich zur Verfügung stellen können“, freut sich Kumar.

Diese Versuche könnten daneben beispielsweise auch die Frage nach dem optimalen Erntezeitpunkt beantworten.