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Prozesse auf dem Bau mit dem Smartphone optimieren

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„Den vielleicht erfolgreichsten Beschleuniger in der Digitalisierung tragen wir in der Hosentasche“, sagt Branchenexperte Philipp Ellsäßer. Gemeint ist das Smartphone, mit dem sich Bauprozesse verschlanken lassen. Dazu stellt der frühere Bauleiter drei Apps vor.

Abstecken auf der Baustelle mit der SitePlan-App in Kombination mit einer GNSS-Antenne. Foto: Coreum

Studie zeigt Entwicklungspotenzial der Baubranche

58 Prozent der Bau-Unternehmen erkennen die Vorteile digitaler Technologien, die wenigsten setzen sie ein. Das ist das Ergebnis der Studie „Zukunft Bau – Beitrag der Digitalisierung zur Produktivität in der Baubranche“ vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim. Sie zeigt das Entwicklungspotenzial der Branche und den Weg, den die Unternehmen gehen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Den vielleicht erfolgreichsten Beschleuniger in der Digitalisierung tragen wir in der Hosentasche“, sagt Philipp Ellsäßer, einer der Branchenexperten im Coreum – eine Art Mehrzweckgelände für Maschinenpräsentationen und Schulungen in Stockstadt am Rhein. Ellsäßer sieht im Smartphone einen entscheidenden Digitalisierungs-Beschleuniger. Als früherer Bauleiter weiß er, wie im Tief- und Spezialbau gearbeitet wird und an welchen Stellschrauben gedreht werden kann, um Prozesse zu optimieren und die Effizienz zu steigern. Drei Lösungen sind ihm dabei besonders ins Auge gefallen.

SitePlan-App: navigieren in digitalen Bauplänen

So ermöglicht beispielsweise die SitePlan-App ein digitales Abstecken vom Smartphone oder Tablet aus. PDF-Pläne lassen sich in georeferenzierte Pläne verwandeln. Der Anwender kann so in digitalen Bauplänen navigieren. In der Basic Version stehen die wesentlichen Grundfunktionen bereits zur Verfügung. Mit dem Einsatz einer GNSS-Antenne erhält der Anwender eine zentimetergenaue Positionierung auf dem Bauplan. „Das ist eine echte Alternative zur klassischen Vermessung“, meint Ellsäßer.

Qiky: Projektzeiten verkürzen

Ein anderes Beispiel ist die Quick Information Key-App. Sie macht per QR-Codes alle Daten zu Baustellen und Maschinen auf dem Smartphone oder Tablet verfügbar. Ellsäßer: „Mit ihr lassen sich Bauprozesse besser organisieren, koordinieren und Projektzeiten verkürzen.“ Im Tiefbau zum Beispiel erhält so der Baggerfahrer bequem über sein Smartphone alle relevanten Daten auf sein Handy, um den Aushub exakt auszuführen. Im Hochbau können per QR-Code alle notwendigen Baupläne auf das Smartphone geladen werden. Bei Maschinen werden per QR-Code-Scan wichtige Informationen zum Beispiel zur CE Konformitätserklärungen, zu Ersatzteillisten oder mögliche Service-Ansprechpartnern verfügbar.

Abaut: Maschinen lernen sehen

Die Abaut GmbH setzt auf Systeme, die Maschinen mit Hilfe von Sensoren im Baustellenumfeld das Sehen ermöglichen. Wichtige Betriebsinformationen werden kontinuierlich übermittelt und ausgewertet. Damit kann eine Bodenentsorgung genau geplant werden. So lässt sich die Kubikmeterzahl des zu entsorgenden Bodens feststellen. Das System weiß, wie viele Lkw eingesetzt werden müssen, wie lange diese auf der Baustelle stehen, wohin sie fahren, wann sie beim Entsorger ankommen oder wieder wegfahren.

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