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Qualitätssiegel "Faire Saisonarbeit"

Holger Bartels von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ist für das Qualitätssiegel.

Die Arbeitgeber können mit dem geplanten Qualitätssiegel "Faire Saisonarbeit" nach Ansicht von Bartels ein zusätzliches Argument in die Hand bekommen, um dem zurückgehenden Interesse möglicher Saisonarbeitnehmer aus Polen oder anderen osteuropäischen Ländern, die anderswo in Europa inzwischen mehr verdienen könnten, gegenzusteuern.

Das Siegel lässt sich laut Bartels ferner auch fürs Image nutzen. Denn der anzutreffende Kenntnisstand und Unsicherheiten der Arbeitnehmer in Bezug auf Arbeitsbedingungen sowie die "Gefahr des Sozial- und Lohndumpings" im Bereich Saisonarbeit führten häufig dazu, dass die Saisonarbeit öffentlich negativ wahrgenommen wird. Diesem Image wollten die Beteiligten an dem Projekt, dies sind bislang neben der IG BAU der Europäische Verband der Wanderarbeiter, die Stiftung Soziale Gesellschaft und das gewerkschaftsnahe Peco-Institut, entgegen wirken.

Das Qualitätssiegel soll dabei einen fairen Wettbewerb befördern, interessierte Saisonarbeitskräfte über Unternehmen informieren und Werbung für gute Unternehmenspraxis sein.