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Quarantäneschädiger: erhöhte Einschleppungsgefahr

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Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) wirbt im Bundestag für ein Konzept zum Entschädigungsfonds für die Baumschulwirtschaft. Allein die Einschleppung von Xylella fastidiosa gebe Grund genug für ein solches Konzept.

Der BdB überreichte heute den Abgeordneten des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft den Baum des Jahres 2017, die Fichte. Foto: BdB

Auftreten von Quarantäneschädigern wirtschaftlicher Ruin für Baumschulen

„Die Gefahr der Einschleppung von Quarantäneschädigern durch Handelswege und Touristen nach Deutschland und damit in die Baumschulen ist größer denn je“, so BdB-Präsident Helmut Selders. „Erst im vergangenen Jahr hat ein Tourist mit einem Pflanzensouvenir das gefährliche Feuerbakterium Xylella fastidiosa eingeschleppt, das jetzt mühsam bekämpft wird.“

Sollten die Prüfer an Baumschulware einen Befall mit Quarantäneschädigern feststellen, folgt das Vermarktungsverbot der betroffenen Wirtspflanzen. Dies komme dem wirtschaftlichen Ruin der Betriebe gleich, ist der BdB überzeugt. Deshalb sei auch ein Entschädigungsfonds für diesen Wirtschaftszweig nötig.

BdB legt Konzept für Entschädigungsfonds vor

Der Verband hat dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bereits ein entsprechendes Konzept vorgelegt. Staat und Wirtschaft sollen die 50 Millionen Euro für den Fonds kofinanzieren.

„Der Fonds ermöglicht einem betroffenen Unternehmen im Falle eines Falles das Überleben. Darüber hinaus ist dies ein wichtiges Signal für den Erhalt des Baumschulstandorts Deutschland. Denn unser Land braucht eine nationale Baumproduktion, um unsere Städte, aber auch die freie Natur und die Wälder mit Bäumen zu versorgen“, so Selders.