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Quo vadis, IGZ Erfurt?

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Eine Schließung des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau hätte nach Auffassung des Zentralverbands Gartenbau erheblichen Schaden für die Zierpflanzenproduktion zur Folge. Auch Thüringens Landwirtschaftsministerin Birgit Keller sprach sich im Vorfeld der morgigen Sitzung der Gemeinsamen Wirtschaftskonferenz für einen Erhalt der Forschungseinrichtung aus.

Durch die Schließung des IGZ-Erfurt könnte der Zierpflanzenbau erheblichen Schaden nehmen. Foto: Fotolia Science photos

Online-Petition mit 1.000 Unterschriften soll Schließung von IGZ Erfurt verhindern

Studierende der Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forsten der Fachhochschule Erfurt hatten der Landwirtschaftsministerin am 19. Mai eine entsprechende Petition mit knapp 1.000 Unterschriften übergeben, die sich gegen eine Schließung des Leibniz-Instituts für Gartenbau ausspricht.

Bundesverband Zierpflanzen: Das IGZ ist die erste Adresse in der Forschung

Die Forschungseinrichtung stellt für den Vorsitzenden des Bundesverbandes Zierpflanzen, Matthias Bremkens, eine unverzichtbare Institution dar: „Das IGZ ist die erste Adresse in der Zierpflanzenforschung. Gerade der mittelständisch geprägte Gartenbau ist auf praxisrelevante Forschung angewiesen. Unter anderem durch seine intensive Kooperation mit Pflanzenzuchtunternehmen bei der Pflanzenvermehrung und –züchtung hat das IGZ diesbezüglich sehr gute Arbeit geleistet“, so Bremkens.

Der Zentralverband Gartenbau versucht noch einmal zu sensibilisieren und weist auf die positive Bewertung des IGZ Erfurt durch eine Kommission internationaler Wissenschaftler hin, die 2015 durchgeführt wurde. Entgegen des Ergebnisses hatte der Senat der Leibniz-Gemeinschaft damals eine Schließung des Standortes Erfurt nahegelegt.