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Reform der Obst- und Gemüsemarktordnung ist beschlossen

Einstimmig haben sich die EU-Agrarminister darauf geeinigt, den Bereich Obst und Gemüse in Einklang mit den übrigen Agrarsektoren zu bringen. Dazu werden die Verarbeitungsbeihilfen entkoppelt, die Attraktivität der Erzeugerorganisationen erhöht, die Krisenmaßnahmen verstärkt, die Umweltmaßnahmen verschärft und die Absatzförderung ausgeweitet. Die neue Verordnung tritt zum 1. Januar 2008 in Kraft. Die EU-Agrarkommission verspricht sich davon eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und der Marktorientierung sowie eine Ankurbelung des Verbrauchs. Der Durchbruch war nur durch millionenschwere Zugeständnisse möglich, die nach internen Schätzungen rund 75 Millionen Euro ausmachen: für das Krisenmanagement erhöht sich das Limit für die Förderung der Erzeugerorganisationen von derzeit maximal 4,1 Prozent auf 4,6 Prozent des Vermarktungswertes. Sie dürfen bis zu einem Drittel der Mittel aus den operationellen Programmen dafür ausgeben, beispielsweise für Marktrücknahmen, Grünernten, Werbung, Ausbildung, Ernteversicherung und Fonds. Es ist auch zulässig, Darlehen aufzunehmen. Beim Weichobst erhalten die Erzeuger von zur Verarbeitung bestimmten Erdbeeren und Himbeeren in Polen, Bulgarien, Ungarn und Litauen für eine Übergangsfrist von fünf Jahren Hektarbeihilfen von 400 Euro. Davon tragen die Gemeinschaft 230 Euro und der Mitgliedsstaat 170 Euro. Zusätzlich räumen Sonderlösungen die Bedenken einzelner Mitgliedsstaaten aus dem Weg.

Die Verarbeitungsbeihilfen für Obst und Gemüse wurden gestrichen und die Mittel auf die nationalen Obergrenzen für die Betriebsprämie aufgeschlagen. Die Obergrenzen für die elf Staaten, die derzeit Beihilfen erhalten, erhöhen sich. Es steht den Mitgliedern frei, Beihilfen allen Obst- und Gemüseerzeuger zuzuweisen oder nur jenen, die bislang zur Verarbeitung angebaut haben oder ausschließlich an organisierte Erzeuger. Bis 2011/2012 müssen die Beihilfen zu mindestens einem Viertel entkoppelt sein. Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe Nr. 28

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