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Regional-TÜV: Kein „Schummeln“ mehr

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Ob ein Produkt wirklich damit werben darf, aus regionaler Produktion zu stammen, soll der Regional-TÜV in Zukunft prüfen. Mogelpackungen sollen so ausgeschlossen werden, wie der Verband der Regionalbewegung im Rahmen des 8. Bundestreffens in Hamburg mitteilte.

Fünf Kriterien soll der Regional-TÜV in Zukunft prüfen, um festzustellen, ob ein Produkt auch wirklich "regional" genannt werden darf. Foto: Fotolia

Regional-TÜV: regionalen Wirtschaftskreislauf mit hoher Wertschöpfung schaffen

„Ziel des Regional-TÜVs ist der regionale Wirtschaftskreislauf mit einer hohen Wertschöpfung in der Region. Das ist die Arbeitsbühne kleiner und mittlerer Unternehmen des Handwerks, der bäuerlichen Landwirtschaft und der Regionalvermarktungsinitativen“, erläutert Heiner Sindel, erster Vorsitzender des Bundesverbandes der Regionalbewegung.

Fünf Voraussetzungen muss ein Produkt bei der Prüfung erfüllen, um mit einem Regionalsiegel ausgezeichnet werden zu dürfen: Rohstoffe aus der Region, Verarbeitung in der Region, Vermarktung in der Region, „Ohne Gentechnik“ und regionale Futtermittel.

Nicht mehr nur das Gefühl von Regionalität vermitteln

So möchte der Verband Mogelpackungen aufdecken, die lediglich das Gefühl von Regionalität im Rahmen einer Marketingstrategie vermitteln. Da Regionalität einen immer höheren Stellenwert für Produktion, Handel und Verbraucher einnimmt, fordert der Verband Regionalbewegung fordert ein Bundesprogramm zur Regionalvermarktung.

„Um tragfähige Strukturen zu schaffen, bedarf es wesentlich mehr finanzieller Mittel, die von Seiten der Politik zur Verfügung gestellt werden müssen. Regionalvermarktung bedarf einer systematischen Unterstützung auf den unterschiedlichsten Ebenen, um aus der Nische herauszukommen. Andernfalls droht ein weiterer Verlust der Vielfalt landwirtschaftlicher Betriebe im ländlichen Raum“, heißt es in einer Verbandsmitteilung.