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Regionalität beim Kauf von Pflanzen gefragt?

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Studenten der Fontys Universität Venlo untersuchen in ausgewählten Gartencentern am Niederrhein, inwiefern der Kunde beim Kauf von Pflanzen auf Regionalität achtet. Die Studienergebnisse sollen im Juli vorliegen.

Kennzeichnen ihre Amaryllis mit dem Logo „Natürlich Niederrhein“: Thomas Rütten (l.) und Stefan Rütten mit Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin Agrobusiness Niederrhein. Werkfoto

Regionalität Faktor für den Kauf von Pflanzen?

„Das Vertrauen in lokale Produkte ist groß“, sagte Markus Baumgärtner von der Landwirtschaftskammer NRW gegenüber der WAZ. Fragebögen, die die Studenten der Fontys Universität seit Anfang Juni im Gartencenter Schlößer in Moers verteilen, sollen diese These nun widerlegen oder untermauern. Insgesamt 250 Kunden sollen bis Ende des Monats befragt werden, ob Regionalität bei ihrem Kauf von Pflanzen wirklich eine Rolle spielt.  

„Regionalität bietet ein Stück Sicherheit“

„Regionalität bietet ein Stück Sicherheit in einer unsicheren Welt: Primitive Werbebotschaften ziehen nicht mehr. Die Leute wollen wissen, wo das Produkt, das sie kaufen, herkommt“, ist sich Patrick Klein im Interview mit der WAZ sicher. Klein ist Dozent an der Fontys Universität Venlo und unterstützt die Studenten bei der Umfrage.

Das Gartencenter Schlößer vertreibt unter anderem Pflanzen, die das Label „Natürlich Niederrhein“ tragen. Die Marke für Regionalität wurde von Agrobusiness erdacht und zertifiziert seit ihrer Gründung 2010 inzwischen 21 Pflanzen-, Obst- und Gemüselieferanten aus der Region. Mehrere Tausend Gärtnereien produzieren am Niederrhein Pflanzen, Obst und Gemüse. Die Region gilt als größtes Anbaugebiet für Zierpflanzen.