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Reiche Ernte im XXL-Bio-Gewächshaus

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Seit acht Monaten ist das größte Bio-Gewächshaus Süddeutschlands inzwischen in Betrieb. Und bereits im ersten Jahr zeichnet sich eine erfolgreiche Saison ab: 385 Tonnen Bio-Tomaten, 85 Tonnen Bio-Paprika und rund eine Million Bio-Gurken wurden bis Juli an Supermärkte im Südwesten geliefert.

Vertragspartner (v. l.): Bernd Grassel, Category Manager Rewe, Benjamin Wagner, Betreiber des Bio-Gewächshauses im Hegau, und Johannes Bliestle, Geschäftsführer der Reichenau-Gemüse eG. Foto: Reichenau-Gemüse

Exklusive Vermarktung über Rewe

Das exklusiv über Rewe unter der hauseigenen Bio-Marke vermarktete und in der Gärtnersiedlung Mühlingen produzierte Gemüse stößt bei der Kundschaft der Supermarkt-Kette auf positive Resonanz, wie Bernd Grassel, Category Manager Rewe Südwest, beobachtet hat.

„Mit dem Projekt Gärtnersiedlung Mühlingen vereinen wir den Wunsch unserer Kunden nach regionalen und biologisch erzeugten Produkten“, so Grassel. Rewe war Mitinitiator der Gärtnersiedlung und nimmt die gesamte Produktion aus dem vier Hektar großen, modernen Bio-Glasgewächshaus im Hegau ab. Einmal im Jahr sprechen die Projektpartner – Rewe, Gärtner Benjamin Wagner und die Reichenau-Gemüse eG – daher die Produkte und die Mengen ab, die angebaut werden sollen.

Gemüse nach Öko-Vorgaben angebaut

Vier verschiedene Sorten Tomaten, rote und gelbe Paprika sowie Gurken baut Benjamin Wagner momentan an – in vier Klimazonen und allesamt auf natürlichem Boden sowie nach den Vorgaben des Naturland-Verbands für ökologischen Landbau. Weil die Fruchtfolge laut Wagner eine große Rolle spielt, werden in Süddeutschlands größtem Bio-Gewächshaus in den Wintermonaten unter anderem Salate und Radieschen erzeugt.

„Wir setzen zudem auf organische Düngung und natürliche, präventive Schädlingsbekämpfung durch das Einbringen von Nützlingen“, erklärt Wagner, der den Boden im Gewächshaus als „mein Fundament und höchstes Gut“ bezeichnet.

Bewässerung größtenteils mit Regenwasser

Darüber hinaus nutzt der Gartenbau-Ingenieur die Abwärme einer nahen Biogasanlage zur Beheizung der Flächen und speichert zur Bewässerung des Gemüses das über die Dachfläche des Gewächshauses aufgefangene Regenwasser. 80 Prozent des Wasserbedarfs kann Wagner damit decken, der Rest kommt aus einem stillgelegten Brunnen.

Die Logistik und Vermarktung des im größten Bio-Gewächshaus Süddeutschlands erzeugten Gemüses übernimmt die Reichenau-Gemüse eG für Wagner, damit der Gärtner „sich auf seine Stärken konzentrieren kann“, wie der Geschäftsführer der Genossenschaft, Johannes Bliestle erklärt.

48 Stunden zwischen Ernte und Verkauf

Die Lkw der Reichenau-Gemüse eG holen demnach das frühmorgens von Wagner und seinen Mitarbeitern geerntete und in der rund 1.700 Quadratmeter großen Sortierhalle für den Transport vorbereitete Gemüse in den Mittagsstunden ab und liefern es an die Rewe Südwest. Maximal 48 Stunden liegen so im Idealfall zwischen Ernte und Verkauf in den Supermärkten.