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Rekordmarke: Deutsche Gemüsefläche steigt weiter

2006 ist der Anbau von Gemüse in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um drei Prozent auf gut 111000 Hektar ausgeweitet worden. Damit wird der bisherige Rekordwert von 2004 geringfügig überschritten. Allerdings wurde die Gemüseanbauerhebung 2006 als Stichprobenerhebung durchgeführt, daher sind die Ergebnisse etwas unsicher. Besonders deutliche Anbauausweitungen gab es in diesem Jahr bei Zuckermais mit plus 18 Prozent auf 1584 Hektar. Die mit Radieschen bepflanzte Fläche stieg um 15 Prozent auf 3512 Hektar, und der Broccoli-Anbau wurde um zwölf Prozent auf 2364 Hektar ausgedehnt. Den höchsten absoluten Zuwachs brachten die Zwiebeln (ohne Bundzwiebeln), deren Fläche um 619 Hektar oder 7,8 Prozent auf jetzt 8525 Hektar zunahm. Die flächenmäßig mit Abstand bedeutendste Gemüsekultur Spargel legte um drei Prozent auf 21815 Hektar zu. Es gab gegenüber dem Vorjahr aber auch Flächeneinschränkungen: So wurde der Anbau von Kopfsalat um 19 Prozent auf 2623 Hektar verringert. Der Anbau von Gurken und Zucchini wurde ebenfalls eingeschränkt. Insgesamt ist mit etwas niedrigeren Erträgen als im Vorjahr zu rechnen. Besonders drastisch war der Rückgang bei Broccoli mit fast 30 Prozent. Die Hitze im Juli, aber auch die nicht gelösten Probleme der Rapsglanzkäferbekämpfung führten hier zu erheblichen Verlusten. Bei Möhren dürfte der Ertragsrückgang allerdings überschätzt worden sein, da sich die späten Sätze noch sehr gut erholt haben. Für die meisten anderen Arten wurden nur leichte Ertragseinbußen genannt, teilweise auch etwas höhere Erträge als 2005.