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RFID-Etiketten können Recycling stören

Die auf immer mehr Verpackungen klebenden, sogenannte Radio-Fre-quency-Identifikation-Etiketten oder "RFID"-Tags sind in das Schussfeld geraten: Laut einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) werde ihr erwarteter steigender Einsatz zu erhöhten Einträgen von Kupfer, Aluminium und Silber in Recyclingprozesse führen. Zusätzlich erfolge ein erhöhter Eintrag von Silizium. Dieses Problem werde um so eher eintreten, je mehr weitere Anwendungsbereiche hinzukommen wie zum Beispiel das Medikamenten-Tracking, mit dessen Hilfe Pharmaprodukte lückenlos nachverfolgt werden können. Derzeit werden laut Studie deutschlandweit rund 86 Millionen Tags verwendet und meist über den Restabfall entsorgt, spätestens im Jahr 2020 werden das nach Schätzungen rund 23 Milliarden im Jahr sein. Ohne Vorsorge, so die Studie, werde bereits ab Mitte des nächsten Jahrzehntes ein Eintrag so genannter Störstoffe erreicht, der für das Recycling kritisch sei. Mehr zur Studie im Internet unter www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/dateien/3845.htm.